Es geht um 25.000 Euro

Bruderschaft im MK wehrt sich gegen böses Corona-Gerücht

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Vor der Musik ergriff Brudermeister Berthold König das Wort und äußerte sich zu angeblichen Corona-Strafzahlungen, die die Bruderschaft leisten müsse.

Für Gesprächsstoff war gesorgt beim zweiten Freiluftkonzert, das am Sonntag von den St.-Johannes-Schützen mit dem Musikzug Langenholthausen und wieder der Egerländer-Besetzung des Musikvereins Amicitia Garbeck veranstaltet wurde.

Langenholthausen – Brudermeister Berthold König räumte mit dem Gerücht auf, die Bruderschaft müsse wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei den Feierlichkeiten am Schützenfest-Wochenende Anfang Juni nach dem Schützenhochamt ein Bußgeld in Höhe von 25.000 Euro zahlen. 

„Das Gerücht ist inzwischen bis nach Grevenstein in den Hochsauerlandkreis vorgedrungen“, sagte er bei seiner Begrüßung vor den 200 Gästen. Damit nicht genug, werde der Bruderschaft inzwischen die Zahlungsunfähigkeit vorgeworfen: „Angeblich würden wir dieses Konzert nur veranstalten, um die 25.000 Euro bezahlen zu können.“ Damit hatte er bei allem Ernst in dieser Sache einige Lacher auf seiner Seite. „Richtig ist: gegen uns ist und war kein Verfahren anhängig“, betonte König. 

Aus diesen drei Gründen findet das Konzert statt

Stattdessen gebe es drei gute Gründe, warum die Schützen dieses Freiluftkonzert veranstalteten: „Wir wollen das Leben in der Gemeinschaft wieder fördern, wir wollen den Musikvereinen wieder die Gelegenheit zum Auftritt geben und: „Es macht uns einfach Spaß.“ Der darauf einsetzende lang anhaltende Beifall sorgte für ein Lächeln im Gesicht des bis dahin sichtlich angespannt wirkenden Brudermeisters. König räumte auch alle Bedenken und Kritik aus, die nach dem ersten Konzert mit den Egerländern aufgekommen war. „Es ging um die grundsätzliche Frage, ob die Veranstaltung zulässig war – und das war sie.“ 

Unter den 200 Gästen auf der Vorplatz der Schützenhalle waren auch das Affelner Königspaar Katja und Stefan Kemper sowie Stephan Neuhaus, Brudermeister in Volkringhausen.

Im Gespräch mit der Redaktion sagte er über das 25 000-Euro-Gerücht: „Ich habe keine Ahnung, wer all dieses in die Welt gesetzt hat. Und wie die Summe ausgerechnet in Höhe von 25 000 Euro zusammenkommt – ich weiß es nicht.“ 

Auch Königspaar aus Affeln dabei

Die Konzertbesucher kamen ins Gespräch bei diesem Frühschoppen-Konzert, an dem auch die dorfeigenen Regenten Karsten Bartsch und Gabi Rapp sowie das Affelner Königspaar Stefan und Katja Kemper teilnahmen. „Das hier ist eine tolle Sache“, lobte Stefan Kemper das Ambiente auf dem zum Biergarten umgestalteten Hallenvorplatz. Mit Volkringhausens Brudermeister Stephan Neuhaus, der mit seiner Delegation wohl die weiteste Anreise hatte, wurde auf dieses Konzert angestoßen. 

Für den Musikzug war es der erste öffentliche Auftritt in diesem Jahr, während die Egerländer aus Garbeck bereits zum zweiten Mal vor Publikum musizierten. Bei strahlendem Sonnenschein ließ es sich lange aushalten. Ein drittes Freiluftkonzert, so Berthold König auf Anfrage, sei nicht geplant.

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