Britta Spiekermann will Wanderern und Stammkunden etwas bieten

Ein Stück Normalität am „Hüttenkiosk“

Britta Spiekermann (vorne) freut sich, Wanderer und Stammgäste an ihrem Hüttenkiosk begrüßen zu können.
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Britta Spiekermann (vorne) freut sich, Wanderer und Stammgäste an ihrem Hüttenkiosk begrüßen zu können.

Mit ihrem „Hüttenkiosk“ hat Britta Spiekermann eine Neuerung für die Antoniushütte auf den Weg gebracht.

„Ich habe in meinem ersten Lehrjahr erst zweieinhalb Monate arbeiten dürfen“, erzählt Verena Beierle, die als Hotelfachfrau in der Antoniushütte seit September 2020 ausgebildet wird. Auch sie wird durch die coronabedingte Schließung der Gastronomie ausgebremst.

Verena Beierle möchte in der Antoniushütte den Beruf der Hotelfachfrau erlernen. Auch sie wird durch die Pandemie und den damit verbundenen Lockdown ausgebremst.

„Bisher findet die schulische Ausbildung online statt, während ich für den praktischen Teil in die geschlossene Antoniushütte gehe, und lerne, den Tisch für ein Drei-Gänge-Menü einzudecken.“ Eigentlich stünden zu Beginn der Ausbildungszeit neben dem Service auch die Rezeption sowie Housekeeping und Küche auf dem Lehrplan.

Ausbildung in einem geschlossenen Betrieb

Verena Beierle bedauert es, in ihrem Ausbildungsbetrieb nur für sich alleine arbeiten zu dürfen: „Ich vermisse den Kontakt zu den Gästen“. Aus diesem Grund nahm sie das Angebot ihrer Chefin Britta Spiekermann gerne an, am „Hüttenkiosk“ zu arbeiten – einem Novum in der Geschichte des Vier-Sterne-Superior-Hauses. „Mit diesem Kiosk wollen wir Wanderern, aber auch unseren Stammgästen, mit denen wir über die sozialen Medien in Kontakt bleiben, etwas bieten“, stellte Spiekermann das Konzept vor, mit dem sie am Samstag an den Start ging. Es gab viel zu tun, um die Bestellungen an Getränken, Kuchen, Pommes und Currywürsten abzuarbeiten. „Mit dem Ansturm habe ich gerechnet“, sagt Britta Spiekermann. „Man merkt, dass den Ausflugsgästen etwas fehlt.“ Mit dem „Hüttenkiosk“ macht sie zumindest ein kleines Angebot samstags und sonntags jeweils von 12 bis 17 Uhr, während der gastronomische Betrieb ansonsten geschlossen bleiben muss.

„Ich bin grundsätzlich optimistisch eingestellt“, fasst sie den Lockdown und die weitere Entwicklung zusammen. „Unsere Branche wird bald wieder arbeiten dürfen.“ Spiekermann hat dabei Ostern im Blick: „Dann müssten wir öffnen dürfen, sonst wird die gesamte Situation zu angsteinflößend.“

Denn es gelte auch, das Personal zu halten, das langsam das Vertrauen verlieren. Spiekermann: „Gastronomische Betriebe schließen im Lockdown als erste und öffnen als letzte.“ Sie sieht die Politik in der Verantwortung, die nicht verhältnismäßig agiere: „Hotels und Gastronomen können vernünftige Hygienekonzepte vorweisen, müssen aber schließen – Discounter und Lebensmittelmärkte, die bei weitem nicht so regelmäßig desinfizieren, dürfen öffnen.“

Politik in der Verantwortung

Das Jahr 2021 jedenfalls zehre bereits jetzt sehr an den Nerven aller Beteiligten in der Gastronomiebranche – in vielen Gesprächen mit Kollegen erfahre sie, dass die Motivation nachlassen. „Gerne wünsche ich mir, dass am Ende alle Betriebe überleben.“

Für ihre Antoniushütte jedenfalls hat sie noch viele Pläne – unter anderem Baupläne. Diese würden auch vorsehen, dass ihr Gästehaus, das zurzeit noch bei einem Makler angeboten wird, mit eingebunden werde. Mehr wollte Spiekermann allerdings noch nicht verraten.

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