Schnelles Internet in Balve

Breitbandausbau nimmt Fahrt auf

An vielen Stellen im Stadtgebiet sind die Baukolonnen derzeit unterwegs, um die Glasfaserkabel für schnelles Internet in die Erde zu bringen.
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An vielen Stellen im Stadtgebiet sind die Baukolonnen derzeit unterwegs, um die Glasfaserkabel für schnelles Internet in die Erde zu bringen.

Spätestens mit dem Zusammenfall von Homeoffice und Homeschooling wird die Netzgeschwindigkeit zum Standortfaktor. In Balve ist die Anbindung an das Internet in vielen Bereichen im Stadtgebiet jedoch immer noch schlecht.

Aber der geförderte kreisweite Breitbandausbau nimmt jetzt in der Hönnestadt weiter Fahrt auf, die Glasfaserkabel für schnelleres Internet werden in die Erde gebracht.

Seit vergangener Woche laufen die Arbeiten nun in Langenholthausen sowie auf dem Benkamp gleich an mehreren Stellen. „Bei einem so großen und weitläufigen Projekt ist Schnelligkeit auch bei den Baukolonnen gefragt: Denn schon im Mai oder Juni sollen die Arbeiten in Balve und Mellen weitergehen“, sagt Bürgermeister Hubertus Mühling (CDU).

Verteiler sorgen für höhere Bandbreiten

Nach Abschluss der Arbeiten sollen acht Verteiler für höhere Bandbreiten sorgen. Das maximale Tempo beim Herunterladen von Daten aus dem Netz steigt auf bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s).

4,3 Millionen Euro an Fördermitteln von Bund und Land

Der Breitbandausbau in Balve wird durch Bund und Land zusammen mit 4,3 Millionen Euro gefördert. Hinzu kommt ein Eigenanteil der Stadt von 483 000 Euro. Insgesamt profitieren von dem Ausbau in Balve rund 2800 Adressen, das sind etwa 4400 Haushalte, wofür rund 120 Kilometer Tiefbau und 100 neue Netzverteiler notwendig sind. Der Abschluss des Ausbaus ist für Ende 2022 geplant. Für den Ausbau des leistungsstarken Glasfasernetzes wurde im Rahmen des Ausbaukonzepts ein sogenannter „Fiber to the Home“ (FTTH)- Ausbau vereinbart. Hier endet das Glasfaserkabel nicht im Multifunktionsgehäuse am Straßenrand, sondern die Glasfaser wird bis in die Häuser gezogen. Der Anschluss einer Immobilie an das Glasfasernetz der Telekom war bei rechtzeitiger Beauftragung bis Mitte Februar kostenfrei. Nach Ablauf der Frist werden einmalig 799,95 Euro an Anschlusskosten fällig. Weitere Informationen zum Breitbandausbau, unter anderem eine Karte mit allen Ausbaugebieten, online unter www.maerkischer-kreis.de/breitband.php.

„Die Baukolonnen sind im Ablauf sehr schnell, so dass die Kombination mit anderen Bauarbeiten oftmals nicht möglich ist“, dämpft Mühling allerdings Erwartungen von Anwohnern, dass andere anstehende Arbeiten gleich mit erledigt werden. So dauere zum Beispiel das Verlegen einer Gasleitung wesentlich länger als der gleiche Vorgang mit einem Kabel. Zudem entscheide das ausführende Unternehmen häufig erst kurzfristig vor Ort, wann und wo die Arbeiten in diesem Abschnitt konkret durchgeführt werden. „Dies dient dem zügigen Ablauf und liegt damit in unser aller Interesse“, sagt Mühling.

Blick in den Briefkasten ist wichtig

Ein Blick in den Briefkasten ist daher zurzeit besonders wichtig: Denn das Unternehmen, das den Breitbandausbau im Auftrag der Telekom ausführt, informiert die Anlieger per Wurfzettel über den Baubeginn. Mit den Anliegern, die eine Zustimmung zum Glasfaseranschluss gegeben haben, erfolge zudem eine persönliche Abstimmung über den Anschluss von der Straße ins Haus.

Der Fahrplan sieht dabei zuerst Eisborn, Binolen, Horst, Langenholthausen, Benkamp und Garbeck mit Leveringhausen und Höveringhausen vor. Ab Mai/Juni geht es dann in Balve (Bereich Mellener Straße/Brucknerweg) und Mellen weiter. Im dritten Quartal stehen Volkringhausen, Sanssouci und Beckum auf dem Plan.

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