Braukessiepen: Rat bringt Erweiterung auf den Weg

14,2 Hektar groß ist die Fläche zwischen Garbeck und Küntrop, die die Stadt Balve ab 2011 für die Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe bereitstellen will.

BALVE ▪ Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend die Aufstellung des Bebauungsplanes für die Erweiterung des Gewerbegebietes Braukessiepen in Garbeck beschlossen. Bei der Abstimmung enthielt sich die UWG, deren Vertreter Kritik an der Planung äußerten.

Durch die Erweiterung des Gewebegebietes werde die Wohnqualität in Höveringhausen leiden, befürchtete UWG-Ratsherr Thomas Busche mit Blick auf Lärmbelastung und optische Beeinträchtigungen. Deshalb müssten die besonders viel Lärm verursachenden Betriebe am östlichen Ende des Areals angesiedelt werden, forderte er. Auch UWG-Fraktionschef Lorenz Schnadt fand, dass auf die Lärmimmissionen bisher zu wenig eingegangen worden sei. Er sei „nicht überzeugt, dass Höveringhausen dagegen ausreichend geschützt“ sei und forderte, dass Maßnahmen ergriffen werden, um die Lärmbelastung einzudämmen. UWG-Ratsherr Heinrich Stüeken bezeichnete die Erweiterung des Gewerbegebietes als richtiges und gutes Vorhaben – allerdings an der falschen Stelle. Auch Busche erklärte, dass ihm eine Erweiterung des Gewerbegebietes in nördliche Richtung lieber gewesen wäre.

Solche Bedenken hatten die anderen Fraktionen nicht. SPD-Fraktionschef Cay Schmidt baute auf die Aussage von Bürgermeister Hubertus Mühling, dass die Betriebe für die Einhaltung gewisser Lärmpegel verantwortlich seien. „Die Stadt ist da überhaupt nicht in der Pflicht“, so Schmidt. Bürgermeister Mühling pflichtete ihm bei: Innerhalb der Erweiterungsfläche seien verschiedene Lärmpegel-Grenzen festgesetzt worden, die einzuhalten seien. Für CDU-Fraktionschef Johannes Wortmann gibt es keine Alternative zu dem in südlicher Richtung an das vorhandene Gewerbegebiet anschließende Areal: Auf der anderen Seite der Bahnlinie wäre ein Gewerbegebiet nach seiner Darstellung nicht genehmigt worden.

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Letztlich nahm der Rat den Bebauungsplanentwurf für das 142 000 Quadratmeter große Gebiet mit den Stimmen von CDU und SPD an. Der Plan wird nun einen Monat lang öffentlich ausgelegt, dann kann die Bevölkerung noch Einwendungen erheben.

Im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung stellte der Rat anschließend auch noch die finanziellen Weichen für die Erweiterung des größten Balver Gewerbegebietes. Die Politiker beschlossen den Kauf von etwa 50 Prozent der gesamten Fläche. Damit könnte im nächsten Jahr der erste, westliche Bauabschnitt erschlossen und für die Bebauung zur Verfügung gestellt werden. Bürgermeister Hubertus Mühling bezeichnete die Entscheidung als einen „Meilenstein“ auf dem Weg zum Ausbau der gewerblichen Bauflächen in der Stadt Balve. Über den Kauf der zweiten Hälfte der Erweiterungsfläche führ die Stadt derzeit noch Gespräch mit dem Eigentümer. ▪ vg

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