Ursache für Feuer in Balve steht jetzt fest

Großbrand in Geflügelzucht: Schaden viel höher als angenommen

Von dem Gebäude ist praktisch nichts mehr übrig, es ist bis auf die Grundmauern abgebrannt.

[Update, 11.24 Uhr] Balve - Hanno Brinkmann, Inhaber des Geflügelzuchtbetriebs in Balve-Beckum, blickt auf die verkohlten Trümmer seines Familienbetriebs - und in eine ungewisse Zukunft. Jetzt kommt heraus: Der Schaden durch den Großbrand ist viel höher als angenommen. Auch die Ursache steht fest.

Die Vermutungen haben sich bestätigt: Ein technischer Defekt war die Ursache für den Großbrand im Geflügelzuchtbetrieb Brinkmann in Balve. Laut Polizei war es ein Kurzschluss im Bereich der Stromverteileranlage der Vorbruthalle, der das Feuer verursachte.

Durch die aktuellen Erkenntnisse der Brandermittler wurde auch die Schadenshöhe neu geschätzt. Die liegt nach Angaben der Polizei nun "im unteren 7-stelligen Eurobereich". Heißt: bei mehr als einer Million Euro. Es seien u.a. Fahrzeuge beschädigt worden. Ursprünglich wurde der Schaden mit 150.000 beziffert.

„Die Halle hatte eine Länge von etwa 100 Metern. Diese ist komplett niedergebrannt und muss von den Grundmauern neu aufgebaut werden. Zudem waren in der Halle 16 sogenannte Vorbrutschränke, die alle ebenfalls komplett zerstört worden sind“, erklärte Dietmar Boronowski, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis, auf Anfrage unserer Redaktion den enormen Anstieg der Schadenssumme.

Großbrand in Geflügelbetrieb in Balve

Es ist ein harter Schlag für Hanno Brinkmann, für den seit dem Großbrand nichts mehr wie vorher ist. Sein Betrieb ist wegen der  ausgebrannten Scheune zum Erliegen gekommen, die Ermittlungen zur Brandursache kamen noch hinzu. „Ich kann noch nichts sagen“, sagte er noch am Montag.

Brinkmann steht nun vor einem großen „Haufen Schutt“. In die Zukunft blickt er erst nach dem Abschlussbericht der Polizei, und nach den Reaktionen der Versicherung und seiner Kunden. „Dann steht fest, wie unsere Chancen am Markt stehen werden.“ 

Das Zeitfenster bis dahin ist für den Inhaber offen. Fest steht aber: Dies ist ein Schlag für den Familienbetrieb, der in den 1930er-Jahren von Hanno Brinkmanns Großvater aufgebaut wurde und den Brinkmann vor 15 Jahren von seinem Vater übernommen hat.

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