Blaues Auge von einem heißen Schützenfest

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Bernd Titzmann, Martin Severin, Martin Vielhaber, Peter Neuhaus und Manfred Schwermann wurden für ihr Engagement in der Bruderschaft ausgezeichnet.

GARBECK ▪ Das Schützenfest, auf das die Bruderschaft Heilige Drei Könige Garbeck bei ihrer Abrechnung am Samstagabend zurückblickte, wird noch lange in Erinnerung bleiben – allerdings nicht unbedingt in positiver Hinsicht. Der Vorsitzende Bernward Lösse erinnerte sich an „ein heißes Schützenfest“.

Wie sich die Temperaturen von mehr als 35 Grad auf die Besucher- und Umsatzzahlen ausgewirkt hatten, berichtete Kassierer Joachim Voigt. Die nur 87 verkauften Eintrittskarten am Samstagabend bedeuteten einen historischen Tiefststand, sagte er. Viel habe sich an diesem Abend auf dem Platz vor der Schützenhalle abgespielt, allerdings habe sich der Bierkonsum wie auch an den beiden anderen Tagen in Grenzen gehalten. „Es war auch niemandem zu verübeln, dass er bei dieser Hitze lieber zum Mineralwasser gegriffen hat“, blickte Voigt zurück. Allerdings hätten diese Einbußen beim Bierkonsum nicht anderweitig aufgefangen werden können. So blieb unterm Strich nur ein kleiner Überschuss von gut 1300 Euro, den der Vorsitzende Bernward Lösse erleichtert kommentierte: „Ich hatte mit schlechteren Zahlen gerechnet. Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.“

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Bessere Nachrichten gab es dagegen in Sachen Hallenrenovierung. Ursprünglich hatte das Land diese Maßnahmen mit 40 Prozent bezuschussen wollen, weil aber insgesamt weniger Mittel abgerufen worden waren, gab es nun einen Nachschlag von fast 7000 Euro. Den unerwarteten Geldregen will die Bruderschaft aber auch gleich wieder in ihre Halle investieren. So soll ein Lager für die Tische und Bänke gebaut werden, die die Bruderschaft zum Verleih bereithält.

Die Schützenbruderschaft nutzte die Versammlung auch, um langjährige und verdiente Mitglieder auszuzeichnen. So erhielten Otto Busche, Wolfgang Fricke, Gerd Isop, Ernst Krekeler, Karl Lerch, Gerhard Schimanski, Berthold Schulte, Eberhard Schulte-Schmale und Dieter Schmoll-Klute den Orden für 40-jährige Mitgliedschaft. Für 50-jährige Treue zur Bruderschaft wurden Gottfried Schmoll, Werner Drenkelfuß, Erwin Boekholt, Franz-Josef Fries, Günter Müskens, Friedhelm Prior, Hubert Pütter, Heinz Vedder, Manfred Vedder und Hubert Schrimpf ausgezeichnet. Die Medaille für 60-jährige Mitgliedschaft ging an Walter Eickelmann, Clemens Gödde sr., Johannes Hermes, Theo Hillebrand und Reinhard Lohmann.

Kompaniehauptmann Martin Severin erhielt für 15-jährige Zugehörigkeit zum Offizierskorps den Bruderschaftsorden in Bronze, Beisitzer Peter Neuhaus wurde für 20-jährige Mitarbeit im Vorstand mit dem Bruderschaftsorden in Silber ausgezeichnet. Der 2. Vorsitzende Martin Vielhaber, Oberst Manfred Schwermann und Adjutant Bernd Titzmann sind sogar schon seit 25 Jahren aktiv und erhielten den Bruderschaftsorden in Gold.

Auch die Sieger und Platzierten der verschiedenen Schießwettbewerbe wurden am Samstagabend geehrt. Die Vereinsmeisterschaft im Luftgewehrschießen hatte diesmal Stefan Severin (96 Ringe) vor seinem Vater Martin Severin (95) und Dominik Volkmer (94) gewonnen. Das Kompanieschießen hatte das Oberdorf mit 912 Ringen gegenüber dem Unterdorf (908) für sich entschieden.

Beim Luftgewehrschießen der Frauen hatte Sandra Fricke (93) die Nase vorn gehabt und Ulla Haarmann (90) wie Ulla Busche (85) auf die Plätze verwiesen. Den Jugendpokal hatte sich Marius Vielhaber (87) vor Philip Weber (86) und Hendrik Schulte (78) gesichert.

Der Musikverein hatte mit 464 Ringen das Vergleichsschießen der Garbecker Vereine gewonnen. Dahinter folgten die Schützenbruderschaft (459), die Dorfgemeinschaft Höveringhausen (446), die Freiwillige Feuerwehr (436), die AH-Fußballer (430) und der Kegelclub Gossenschlürfer (370).

Die Dreikönigsschützen richteten den Blick am Samstag auch schon auf das Jahr 2013. Dann wollen sie im Mai das 350-jährige Bestehen der Bruderschaft feiern. Ehrenmitglied Hermann Schmoll regte an, zu diesem Anlass eine umfassende Vereinschronik zu erstellen. „Das war in den 1930er Jahren schon einmal geplant, ist aber nie zustande gekommen“, sagte er und fand, dass dies nun dringend nachgeholt werden solle. ▪ vg

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