Blasiusfeier in Balve

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Die Pfarrkirche St. Blasius war am am Sonntag gut gefüllt. Neben vielen Gläubigen nahmen auch Fahnenabordnungen der Gemeinde und ein Bläserensemble des Musikvereins teil.

Balve - Jeder Sonntag ist ein Festtag für die St.-Blasius-Gemeinde, wenn die heilige Messe in der Pfarrkirche gefeiert wird. Der vergangene Sonntag war allerdings ein besonderer Festtag, stand er doch im Zeichen der Ewigen Anbetung und des Gedenkens an den Pfarrpatron St. Blasius.

Deshalb nahmen nicht nur viele Gläubige an der Messe teil, sondern auch die Fahnenabordnungen der Gemeinde und ein Bläserensemble des Musikvereins. 

Die Predigt hielt von Pater Julian Schaumlöffel von der Benediktiner-Abtei Königsmünster. Ihm bot sich bei seiner Premiere in Balve ein eindrucksvolles Bild vom Altarraum in das Gotteshaus. Beeindruckend waren auch seine Worte zu den beiden Lesungen und dem Evangelium. „Fortsetzung folgt“, sagte er dazu, und nahm dabei jeden Christen in die Verantwortung: „Jeder kann Jesus zuhören und sich dann entscheiden, ob er sich von ihm heilen lassen oder aber ihn ablehnen will.“ 

Pater Julian Schaumlöffel (links) spendete am Sonntag den Blasiussegen

In Balve wird der heilige Blasius, ein armenischer Bischof, der im vierten Jahrhundert lebte, verehrt. Ihm wird laut Schaumlöffel therapeutische Heilskraft bei Schluckbeschwerden nachgesagt. Aber heute falle es angesichts der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche schwer, dieses Taten so einfach zu schlucken. „Das ist pervers“, fand der Geistliche klare Worte zu diesen Vorfällen, die nicht zu entschuldigen seien. „Das macht fassungslos.“ 

Feier in der Sebastianklause 

Pfarrer Andreas Schulte sprach Pater Schaumlöffel nach der Predigt mit einem Geschenkkorb mit fair gehandelten Produkten sowie Balver Schokolade seinen Dank aus. Nach dem Sakramentalen Segen und dem Blasiussegen fand die Feier ihre Fortsetzung in der Sebastianklause. 

Dort waren dann die offiziellen Vertreter der Vereine und Gremien unter sich. Jürgen Känzler, Vorsitzender des Kirchenvorstandes, begrüßte im ungewohnten Ambiente – denn das benachbarte Pfarrheim sei bereits vom Strom getrennt worden, und auch das Wasser sei wegen des bevorstehenden Abrisses abgestellt – die Besucher noch einmal. „Den Abriss des Pfarrheims muss die Gemeinde jetzt schlucken“, sagte er dazu. 

Gedankt wurde Sven Paul für die Fotos, die er für den ersten Jahreskalender zur Verfügung gestellt hat, deren Herausgabe sich der Bauverein St. Blasius vorgenommen hat. Auf so gute Resonanz stießen die zwölf Innen- und Außenansichten der St. Blasius-Kirche, dass alle 250 Exemplare bereits vor dem Weihnachtsmarkt verkauft waren. Vikar Tobias Kiene, Geschäftsführer, übergab dem Fotokünstler ein Geschenk im Namen des Bauvereins.

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