St. Blasius: Neues Pfarrheim für zwei Millionen Euro

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Martin Gruschka und Bruno Köck aus dem Kirchenvorstand der Gemeinde St. Blasius stellten am Samstag die Planung für den Pfarrheim-Neubau im Rahmen der Blasiusfeier vor.

Balve - „Das alte Pfarrheim ist Geschichte“, wies Bruno Köck am Samstag während der Blasiusfeier auf eine bald beginnende, neue Zeitrechnung hin.

Köck, im Kirchenvorstand der St.-Blasius-Gemeinde zuständig für Baumaßnahmen, stellte dar, dass der Abriss des Gebäudes im Herbst stattfinden, der Neubau ab 2019 hochgezogen werden soll. Möglich wird dies durch den Bauzuschuss, den das Erzbistum Paderborn gewährt hat – vor einem Jahr lag dieser bei 50, jetzt bei 75 Prozent. 

Entsprechend zufrieden war auch Martin Gruschka, Geschäftsführender Vorsitzender im Kirchenvorstand: „Die Zeit hat für uns gespielt – wir können Vollzug melden.“ Das dies auch Zeit wurde, machte Köck deutlich: „Das Gebäude fault uns unter den Füßen weg.“ 

Prozess läuft seit etwa zehn Jahren 

Gebaut im Jahr 1962, kamen bereits vor zehn Jahren erste Überlegungen auf, das Pfarrheim energetisch zu sanieren und umzubauen. Vor etwa sechs Jahren empfahl das Generalvikariat aus Paderborn einen Abriss und Ersatzneubau wegen des hochwertigen Gesamtensembles mit Kirche und Kirchplatz. 

Es folgte ein Architektenwettbewerb, aus dem 2015 das Büro Banz + Riecks aus Bochum als Sieger hervorging. Bruno Köck: „Die mehr als zwei Millionen Euro an Baukosten waren damals nicht zu stemmen, denn unsere Gemeinde hätte die Hälfte als Eigenanteil leisten müssen. Heute sieht die Welt anders aus.“ 

Mit dem Büro wurden die Planungen überarbeitet. Ergebnis ist ein Pfarrheim-Neubau mit weniger Nutzfläche im Unter- und Obergeschoss. Unten sollen das Pfarrarchiv, der De-Cent-Laden, ein Werkraum für Jugendliche, eine Küche, ein Raum der Stille und zwei Gruppenräume liegen, oben ein Jugendraum und ein 120 Quadratmeter großer Versammlungsraum. Das Zentrale Pfarrbüro wird in die Alte Vikarie ausgegliedert. Die dortigen Umbaumaßnahmen schreiten voran, der Einzug ist für den Herbst vorgesehen. 

„Auch für das Pfarrarchiv haben wir eine Übergangslösung gefunden“, so Köck. „Wir können mit allen Materialien und Unterlagen in die ehemalige Kapelle im ehemaligen Krankenhaus ausweichen.“ 

Noch Ausweichräume finden muss die Gemeinde dagegen für größere Veranstaltungen, die während der rund einjährigen Bauphase des neuen Pfarrheims stattfinden sollen. 

Abbruchkosten trägt das Erzbistum 

Die Kosten für den Abbruch des Altbaus werden zu 100 Prozent von Paderborn übernommen. Die Kosten für den Neubau schätzte Köck auf immer noch zwei Millionen Euro: „Es waren damals aber andere Zuschuss-Kriterien.“ 

Pfarrer Andreas Schulte sagte: „Wir freuen uns darüber, dass wir annähernd ein so schönes Gebäude bekommen, wie wir es uns ursprünglich vorgestellt haben.“ Außerdem: „Durch diese gemeinsame Aufgabe wurde der Kirchenvorstand enger zusammengeschweißt.“

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