Bildungsqualität verbessern

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Träger und Leiter der Balver Grundschulen und Kindertageseinrichtungen unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. ▪

BALVE ▪ Ziel der Kooperationsvereinbarung, die im Balver Rathaus unterschrieben wurde, ist es, den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule für künftige Schulkinder zu erleichtern. Unterzeichnet wurde sie im Rahmen der 1. Balver Bildungskonferenz im Elementar- und Primarbereich von den Leitern der Kindertagesstätten und Grundschulen sowie deren Trägern.

„Wir wollen die Bildungsakteure der Region miteinander vernetzen, Synergie-Effekte erzielen und so die Bildungsqualität in der Region verbessern“, sagte Fachbereichsleiter Michael Bathe. In Balve laufe die Zusammenarbeit der Bildungsträger bereits sehr gut, solle aber auf eine breitere Basis gestellt werden.

Wie genau die Arbeit vor Ort verbessert werden kann, erläuterte Michael Czech, Leiter des regionalen Bildungsbüros MK. Im September 2009 war zwischen dem Land NRW und dem Kreis ein Kooperationsvertrag zum Aufbau eines regionalen Bildungsnetzwerkes im Märkischen Kreis unterzeichnet worden.

Jedes Kind beschreite im Laufe der Jahre einen „Bildungsberg mit Höhen und Tiefen“, so Michael Czech. Die Täler bildeten dabei oft Übergänge – von der Kita zur Grundschule, von der Grundschule in die weiterführende Schule und von der Schule in den Beruf. „Die Schluchten können einfacher gestaltet werden“, ist er überzeugt.

An dem Übergang vom Elementar- zum Primarbereich kommen die regionalen Bildungspartner ins Spiel, die aktiv zur Umsetzung des Kooperationsvertrages beitragen sollen. Zu den Effekten, die erzielt werden sollen, gehören ein einheitliches Bildungsverständnis, eine enge Zusammenarbeit und die gegenseitige Wertschätzung.

In der Kooperationsvereinbarung ist unter anderem vereinbart, welche Kita mit welcher Schule zusammenarbeitet. Die Balver und der Eisborner Kindergarten sollen enger mit der Grundschule Balve zusammenwachsen. Zudem bilden Kindergarten und Schule in Beckum ein Bündnis. Gleiches gilt für Garbeck sowie Langenholthausen.

Verbindliche Schwerpunkte der Arbeit sind gemeinsame Sitzungen von Erziehern und Lehrern, der Besuch der Kita-Kinder in der Grundschule sowie gemeinsame Elternabende und Informationsveranstaltungen für die Eltern von Vierjährigen.

Denkbar sind darüber hinaus gemeinsame Projekte und Feste von Kita- und Grundschulkindern, gemeinsame Fortbildungen und der Besuch der Erstklässler im Kindergarten.

Kommunaler Hauptkoordinator in Balve ist Verwaltungsmitarbeiter Andre Flöper. Er ist nun Ansprechpartner für die beteiligten Institutionen und soll jährlich zur Bildungskonferenz einladen. Außerdem ist er Mitglied einer Arbeitsgruppe der Hauptkoordinatoren der 15 Städte und Gemeinden des Kreises, die sich regelmäßig treffen soll, um Erfahrungen auszutauschen und regionale Fortbildungsmaßnahmen zu organisieren. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik, denn die Stadt Balve ist erst die zweite Kommune im Kreis, in der die Kooperationsvereinbarung unterzeichnet wurde. ▪ Annabell Niemand

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