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Bilanz nach Starkregen: „Wir haben aus dem Hochwasser 2021 gelernt“

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Von: Julius Kolossa

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Die Hönne führte zwar auch am Freitagmorgen noch viel Wasser, trat nach dem Starkregen aber nicht über die Ufer.
Die Hönne führte zwar auch am Freitagmorgen noch viel Wasser, trat nach dem Starkregen aber nicht über die Ufer. © Cordes, Günter

Mehr als 50 Liter Regen pro Quadratmeter fielen von Donnerstag- bis Freitagmorgen in Teilen des Märkischen Kreises. Entsprechend schnell stiegen die Pegel der Flüsse an.

In Balve blieb die Lage zwar noch ruhig, hier bereiten sich Bauhof und Einsatzkräfte jetzt aber auf den Samstag vor. Dann sind erneut bis zu 30 Liter Regen pro Quadratmeter möglich.

„Die Hönne blieb in ihrem Bett“, gab Michael Bathe, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, nach dem ersten größeren Starkregenereignis seit dem Jahrhunderthochwasser im Sommer 2021 am Freitagmorgen zunächst Entwarnung. Der Fluss sie auf den gesamten 13,2 Kilometern, die durch das Stadtgebiet von Balve führen, nicht über die Ufer getreten. „Auch nicht bei den Hönnewiesen“, so Bathe.

Pegel erreicht in der Nacht auf Freitag den höchsten Stand

Diese Fläche, in Teilen seit dem vergangenen Jahr als Baugebiet hinter der evangelischen Kirche ausgewiesen, war beim Hochwasser im Juli 2021 großflächig überschwemmt. Seit Donnerstagmorgen war der Pegel der Hönne stark angestiegen, erreichte in der Nacht zu Freitag in Garbeck einen Höchststand von knapp unter 1,20 Meter. Seitdem sinkt der Pegel zwar, Entwarnung gibt Bathe deshalb aber noch nicht.

Auch die Borke blieb nach dem Starkregen in ihrem Flussbett.
Auch die Borke blieb nach dem Starkregen in ihrem Flussbett. © Cordes, Günter

„Wir haben Obacht, sind mit Blick auf den Samstag, an dem es nach der Regenpause am Freitag wieder kräftig regnen soll, in Bereitschaft“, sagte Bathe und ergänzte: „Wir haben aus dem Hochwasser 2021 gelernt.“ So seien seitdem als schnell Hochwasserschutzmaßnahme ständig Sandsäcke an strategischen Orten im Stadtgebiet platziert. „Diese können bei Bedarf sofort an den Flüssen und Bächen positioniert werden“, erklärte Bathe. Außerdem komme schon bei einem sich anbahnenden Hochwasser der Stab für außergewöhnliche Ereignisse im Rathaus zusammen, um über weitere Maßnahmen zu beraten.

Auch in Neuenrade alles ruhig

Auch in Neuenrade blieb es hochwassertechnisch ruhig. So hatte es Bauamtsleiter Marcus Henninger auch im Vorfeld erwartet. Die Feuerwehr musste einzig zu einem Einsatz ausrücken und einen umgestürzten Baum von einer Straße entfernen.

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