Biggemann: „Leerstand tut allen weh“

Mike Baumeister, Sebastian Scholz und Kevin Ahlheit wollen es in dieser Nacht ordentlich krachen lassen. - Fotos: Kolossa

Balve -   Die Balver wissen, das alte Jahr gebührend zu verabschieden und das neue zu begrüßen – mit Leckereien und Getränken haben sie sich für heute eingedeckt. Und Punkt 24 Uhr wollen es Mike Baumeister (19 Jahre), Sebastian Scholz (22) und Kevin Ahlheit (20) mit ihren Gästen so richtig krachen lassen.

Die drei Freunde absolvieren allesamt eine Ausbildung zum Elektriker für Energie- und Gebäudetechnik und freuen sich auf den Jahreswechsel. Für sie gehört dazu, rund 200 Euro in Raketen und Böller zu investieren. „Aber keine Knallfrösche!“, hat Mike Baumeister diese von der Einkaufsliste gestrichen. Und für 2015 wünschen sich alle Zufriedenheit, Gesundheit und Glück. Sie haben zur Silvesterfeier in die WG von Mike und Kevin eingeladen.

Ruhiger feiert die Familie Meller. „Riesen-Wunderkerzen gehören einfach dazu“, strahlt Anette Meller. Die Standesbeamtin war gestern noch auf dem Weg zu einer Trauung, nahm sich aber die Zeit zu erzählen, dass für Knalleffekt der Jüngste (11 Jahre) sorgen darf: „Ein Familienset Raketen darf er sich aussuchen.“

„Theoretische Konzepte sollen endlich in die Praxis umgesetzt werden“, sieht Rolf Biggemann, Vorsitzender des Balver Fachhandels, ganz pragmatisch in die Zukunft. „Es soll keine Zeit mehr in Sitzungen ohne Ergebnisse investiert werden“. Ergebnisse heißt für ihn: Geld in die Hand nehmen und in die Tat umsetzen. In Balve solle die Innenstadt belebt werden. Wichtig sei, dass sich ein guter Branchenmix hier entwickele, „und nicht nur auf der Grünen Wiese“. Dort, vor den Toren Balves, nähmen die Geschäfte die Kunden weg. Ins Bewusstsein gehöre auch, dass Leerstand allen weh tue. Ob die leerstehende Blasius-Apotheke oder die Gasthäuser Scheele und Krüdewagen sowie der Drostenkeller, diese Leerstände würden das Erscheinungsbild der Hönnestadt schmälern.

Insgesamt schaut Rolf Biggemann, der im kleinen Kreis mit Familie und Freunden feiern wird, aber positiv nach vorne, und wünscht sich, dass im Sinne Balves alle Verantwortlichen an einem Strick ziehen.

Von Julius Kolossa

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