Übergangswohnheim für Flüchtlinge

Corona-Ausbruch in Wohnheim - Bewohner und Mitarbeiter unter Quarantäne

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Die Bewohner des städtischen Übergangswohnheims In der Helle in Balve stehen unter Quarantäne. Eine Bewohnerin ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Balve - Im städtischen Übergangswohnheim für Flüchtlinge In der Helle gibt es einen Corona-Ausbruch.

Weil bei einer Bewohnerin das Virus labor-technisch nachgewiesen wurde, nahm das Gesundheitsamt des Märkischen Kreis am Dienstag auch von den übrigen 35 Bewohnern Abstriche, die ebenso wie die Infizierte unter Quarantäne stehen. Die Testergebnisse lagen zunächst allerdings noch nicht vor. 

Einige der Bewohner zeigten ebenfalls Symptome, allerdings sei noch nicht klar, ob diese auf das Coronavirus zurückzuführen seien, sagte Volker Schmidt, Fachbereichsleiter Gesundheit beim Märkischen Kreis, auf Anfrage der Redaktion. Klarheit werden also erst die Testergebnisse bringen. 

Corona-Ausbruch in Wohnheim: Bewohnerin mit Virus infiziert

Wo die Frau sich mit Covid-19 infiziert hat, sei bislang nicht bekannt. „Vielleicht lässt sich das auch gar nicht mehr rekonstruieren“, vermutete Schmidt. Schon vor dem Virusausbruch habe es für das Übergangswohnheim ein Hygienekonzept der Stadt Balve gegeben. Deshalb glaubt Schmidt, dass sich die Zahl der Infizierten in Grenzen halten wird. 

Darauf hofft auch Balves Bürgermeister Hubertus Mühling. „Neben den Bewohnern stehen auch fünf Kontaktpersonen in Quarantäne. Darunter sind auch Mitarbeiter der Stadt Balve, der Hausmeister und der Sozialarbeiter, der dort tätig ist“, berichtete Mühling. Auch sie würden die getestet, sagte Mühling am Dienstagnachmittag. Nachdem man bei der Stadt Balve von dem positiven Testergebnis erfahren habe, seien die Mitarbeiter natürlich sofort prophylaktisch unter Quarantäne gestellt worden, erklärte der Bürgermeister. Mit den Testergebnissen, auch mit Blick auf die Bewohner, rechne man frühestens im Laufe des heutigen Tages. 

Mühling zeigte sich erleichtert, dass die infizierte Bewohnerin bisher nur leichte Symptome zeige. „Wir hoffen, dass es keine weiteren Infizierten gibt oder es zumindest nicht zu schweren Krankheitsverläufen kommt.“

Hygienekonzept in mehreren Sprachen

Das von Volker Schmidt erwähnte Hygienekonzept sei bereits zu Beginn der Pandemie erstellt worden. „Dazu gehört unter anderem, dass wir die Corona-Schutzregeln in mehrere Sprachen übersetzt in der Helle ausgehängt haben“, erklärte Hubertus Mühling. Zudem seien die Menschen, die im Übergangsheim leben, immer wieder auf die Maßnahmen zur Viruseindämmung – zum Beispiel das regelmäßige Händewaschen und die Einhaltung der Sicherheitsabstände – hingewiesen worden. 

Der Bürgermeister lobte die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises, das mittlerweile sehr routiniert vorgehe: „Die Mitarbeiter dort halten das Heft des Handelns fest in der Hand."

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