Ein besonders intensives Jahr für die Feuerwehr

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Vor dem offiziellen Teil des Stadtverbandstages legten die Feuerwehrleute einen Kranz am Ehrenmal in Eisborn nieder.

Balve - Dank, Respekt und Anerkennung sprach Bürgermeister Hubertus Mühling allen Feuerwehrleuten beim Stadtverbandstag am Samstag in Eisborn aus. „Der Dienst am Nächsten war in diesem Jahr besonders intensiv“, sagte er mit Blick auf 232 Einsätze in den unterschiedlichsten Bereichen seit dem vergangenen Stadtverbandstag.

Vor diesem Hintergrund betonte Mühling: „Für eine funktionierende und gut ausgestattete Wehr tragen Rat und Verwaltung Rechnung.“ So mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Mellen, der durch Bauverzögerungen nun aber deutlich später als geplant nutzbar sein wird. Nachdem der Bau anfangs „mit Lichtgeschwindigkeit“ von den einheimischen Betrieben vorangetrieben war, hakt es nun, wie Mühling zugeben musste. 

Mellen: Gerätehaus später fertig 

Statt bis Weihnachten, wagte der Bürgermeister nun das Frühjahr 2019 als neue „vorsichtige Prognose“ für die Fertigstellung. Es sei „ein Stück weit Geduld gefordert“. Im nächsten Jahr steht auch die Erweiterung des Gerätehauses in Garbeck für das vierte Fahrzeug auf dem Plan. In Sanssouci laufen Grunderwerbsverhandlungen für den neuen Standort der Einheiten aus Beckum und Volkringhausen. Den Zeitplan skizzierte der Bürgermeister wie folgt: „Die Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans dauert ein Jahr, die Abstimmung des Bauplans mit den Löschgruppen wird 2019 und 2020 in Anspruch nehmen, sodass 2021 Baubeginn sein könnte.“ 

Viel Zeit in Anspruch nimmt die Auslieferung des neuen Feuerwehrfahrzeugs für Eisborn, mit dem nicht vor April oder Mai 2019 zu rechnen sei. Wehrleiter Frank Busche erklärte dazu in seinem Jahresbericht, dass vom Fahrzeughersteller nach der Auftragserteilung die Lieferzeit mit 50 bis 60 Wochen angegeben wurde. Für die zwei Großfahrzeuge für Balve und Garbeck sei mit einer Lieferzeit von mindestens 24 Monaten zu rechnen. In Auftrag gegeben werden sie nach der Konfiguration, die in den kommenden Monaten abgeschlossen sein soll. 

Überörtliche Hilfe

Balves Wehrleiter betonte aber auch in seinem Bericht, wie wichtig die überörtliche Hilfe sei. Zu acht Einsätzen außerhalb der Hönnestadt wurde die Feuerwehr alarmiert. Viel abverlangt wurde den Einsatzkräften, aber auch den Arbeitgebern, die ihre Mitarbeiter frei stellten: „Wir sind froh und dankbar, dass das in Balve relativ unkompliziert möglich ist.“ 

Zum ersten Mal trat Michael Kling als neuer Kreisbrandmeister ans Mikrofon. Er fand deutliche Worte, die mit Beifall honoriert wurde, als er forderte, verbale und körperliche Übergriffe auf Hilfskräfte konsequent zu bestrafen. Die Politik solle ihren Beitrag dazu leisten, diesen Trend endlich zu stoppen. 

Selbstkritik nach Jahrhundertsommer 

In Erinnerung blieb Kling auch der Jahrhundertsommer mit Waldbränden und Unwetter, bei dem Kameraden und Material gefordert wurden. Hierbei stellte der Kreisbrandmeister selbstkritisch fest: „Wir haben bei den Tanklöschfahrzeugen eingespart.“ Inzwischen seien diese zu klein für die Anforderungen. Hier müsse nachgebessert werden. 

Nur Lob gab es dagegen für die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren im Märkischen Kreis. 2800 Frauen und Männer sind darin tätig: „Das ist unsere Stärke und unser Kapital.“

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