Reiterverein Balve mit neuen Möglichkeiten

Besonderes Training in Wocklum: Reiten auf dem Simulator

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Training mit dem Reitsimulator: Nele Kehm blickt aus dem Sattel auf dem Bildschirm, wo die Reiter zwischen verschiedenen Programmen wie Dressur oder Geländeritt wählen können.

Wocklum – Der neueste Zugang im Reiterverein Balve kann sich sehenlassen: In prächtigem Schwarz steht er da, sieht gewaltig aus. Trotzdem ist er ganz friedlich, denn das neue „Pferd“ im Stall der Balver Reiter ist ein ganz besonderes Exemplar.

Es handelt sich um einen rund 100 000 Euro teuren Reitsimulator. 

„Der Simulator ist vom Aufbau dem Körperbau eines Warmblüters nachempfunden“, erklärte Pferdewirtschaftsmeisterin Marisa Philipp im Gespräch mit der Redaktion. Philipp leitet in Wocklum auf dem Gelände des Reitervereins die Reitschule. „Einen Namen hat er allerdings noch nicht“, verrät Philipp schmunzelnd. Dafür hat der Simulator andere Qualitäten: Er bietet einen gefahrlosen Einstieg in den Reitsport, aber auch eine gute Trainingsmöglichkeit für Fortgeschrittene. 

Schritt, Trab und Galopp sind möglich

Denn geritten werden kann der Simulator im Schritt, Trab und Galopp. So können hier Pferdeneulinge, aber auch Kinder und Menschen mit Behinderung ihre ersten Erfahrungen auf dem Pferderücken machen. Nele Kehm, Auszubildende im Team von Marisa Philipp, wird den Unterricht mit übernehmen. „Der Simulator ist eine sehr gute Trainingsmöglichkeit“, sagt sie. Unsichere Reitschüler könnten sich Stück für Stück verbessern, zudem werde die Angst vor dem Angaloppieren genommen. „Dieser Simulator ist etwas Besonderes“, sagt Kehm deshalb. 

Marias Philipp vor dem Reitsimulator.

Marisa Philipp hatte die Idee zur Anschaffung, nachdem sie im vergangenen Jahr einen ähnlichen Simulator auf der Reitmesse Equitana in Essen in Betrieb gesehen hatte. Sie schlug dem Reiterverein Balve die Anschaffung eines solchen Gerätes vor. Ein Großteil des Kaufpreises konnte über Fördermittel gedeckt werden. Durch das Leader-Programm zur Stärkung ländlicher Regionen durfte sich der Verein über knapp 85 000 Euro freuen. 

Extra ein Schulungsraum geschaffen

Um mit dem Simulator bestmöglich trainieren zu können, wurde extra ein Schulungsraum geschaffen, in dem das Gerät nun seit einigen Tagen steht. Aus dem Sattel fällt der Blick in die benachbarte Reithalle, vor allem aber auf den vor dem Simulator platzierten Monitor, auf dem wahlweise eine Landschaft, ein Parcours oder ein Dressurviereck zu sehen ist. Der Simulator ahmt naturgetreu die Bewegungen eines echten Pferdes in allen Grundgangarten nach. 

Auch Nele Kehm kümmert sich um die Reitschüler, die den Simulator nutzen möchten. Eine 30-minütige Trainingseinheit gibt es bereits ab 20 Euro

„Hier kann körperliche Routine eintrainiert werden, aber auch geübte Reiter können hier beispielsweise ihre Dressurlektionen lernen sowie Sitzposition und Haltung verbessern“, betont Marisa Philipp. „Auf diese Weise werden auch unsere Schulpferde geschont.“ 

Nur ganz wenige Standorte in Deutschland

Wocklum sei zwar nicht der einzige von ganz wenigen Standorten in Deutschland, an dem ein solcher Simulator bislang steht, wusste die Pferdewirtschaftsmeisterin. „Es ist aber der einzige Standort, an dem eine direkte Verbindung zu echten Pferden hergestellt werden kann“, so Philipp. 

Eine 30-minütige Trainingseinheit kostet unter der Anleitung eines Auszubildenden 20 Euro, unter der Anleitung von Marisa Philipp 30 Euro. Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Tel. 01 71 / 6 98 34 50 und online auf www.reiterverein-balve.de.

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