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Beschädigte Marienstatue als Mahnmal zurück am angestammten Platz

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Von: Julius Kolossa

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Mit zerstörtem Gesicht und ohne Hände: die Marienstatue steht wieder in der Marienkapelle im Beckumer Feld.
Mit zerstörtem Gesicht und ohne Hände: die Marienstatue steht wieder in der Marienkapelle im Beckumer Feld. © Kolossa, Julius

Die beschädigte Beckumer Marienstatue steht wieder in ihrer Marienkapelle. In ihrem aktuell arg ramponierten Zustand lädt die Statue allerdings nicht unbedingt zum Verweilen und Gebet ein, sondern wirkt vielmehr als ein Mahnmal gegen Vandalismus und Diebstahl.

Bekanntlich wurde das Tor zur Kapelle am 12. August von einem bislang noch unbekannten Täter aufgebrochen und die Marienstatue entwendet. Wenige Tage später fanden Mitarbeiter des Wocklumer Steinbruchs die Figur schwer beschädigt in einer Förderanlage, mit der die Steine der Sandproduktion zugeführt werden. Dass die Statue nicht komplett zerstört wurde, war einzig einem Zufall zu verdanken: Der Korpus blockierte die Anlage, Techniker mussten ausrücken – und fanden die Statue.

Wir haben die Marienstatue in dem Zustand belassen, wie sie vor einigen Tagen im Steinbruch gefunden wurde: das Gesicht zerstört, die Hände abgeschlagen. Außerdem sind dem Jesuskind, das auf ihrem Schoß sitzt, der Kopf und die Hände abgetrennt worden“, sagt Christian König, geschäftsführender Vorsitzender des Kirchenvorstands der Beckumer St.-Nikolaus-Gemeinde. Nachdem die Statue zunächst im Integrationszentrum ausgestellt worden war, steht sie nun wieder an ihrem angestammten Platz im Beckumer Feld.

Beckumer erschrocken über den Zustand ihrer Statue

Die Reaktionen im Dorf auf den Zustand der Statue: Alle seien erschrocken, berichtet König. „Einen Hinweis auf den oder die Täter gibt es noch nicht“, ergänzt der geschäftsführende Vorsitzende. Die Vorgehensweise ähnelt allerdings stark dem Diebstahl im vergangenen Jahr, als die Statue erstmals geklaut und einige Tage später beschädigt wiedergefunden worden war. Dazu hat Kirchenvorstandsmitglied Christian Levermann einen Text mit zwei Fotos erstellt, diesen am Eingang ausgehängt.

Die Ermittlungen der Polizei zum neuerlichen Statuen-Dienstahl dauern an. Dabei werden auch mögliche Zusammenhänge zur zurückliegenden Vandalismus-Welle geprüft, als ein Balver von Juni 2021 bis Januar 2022 gleich in 37 Fällen Wege- und Grabkreuze beschädigte oder zerstörte.

Spuren werden ausgewertet

Auf Nachfrage teilte Polizei-Pressesprecher Christoph Hüls mit, dass die Auswertung der Spuren andauere. So sei es auch beim Brand im Bereich am Baumberg in Balve, wo am Wochenende zwei Holzstapel in Brand gesetzt wurden.

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