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Berufsorientierung mal anders: In der virtuellen Realität zum Wunschberuf

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Von: Julius Kolossa

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Informationen zu möglichen Ausbildungsberufen per VR-Brille: Berufsberaterin Sandra Friedrich erklärt den Realschülern die Funktionsweise der Brillen.
Informationen zu möglichen Ausbildungsberufen per VR-Brille: Berufsberaterin Sandra Friedrich erklärt den Realschülern die Funktionsweise der Brillen. © Kolossa

Vorbei sind an der Realschule in Balve die Zeiten, wo sich die Schüler ab der 9. Klasse durch das Lesen diverser Informationsblätter über ihre möglichen Wunschberufe informieren mussten. In der Realschule werden zu diesem Zweck jetzt Virtual-Reality-Brillen getragen.

Balve – „Ihr seht in 3D-Ansicht, wie in einer Kfz-Werkstatt, in einer Produktionshalle oder aber in einem Büro gearbeitet wird“, erklärte Sandra Friedrich, Berufsberaterin der Agentur für Arbeit und Nachfolgerin von Helmut Unnasch, am Donnerstag der Klasse 9c. So bewegten sich die Schüler nach dem Aufsetzen der VR-Brillen virtuell in einer für sie völlig neuen Welt. „In der Berufswelt“, betonte Sandra Friedrich. „Denn Ihr könnt aus 100 Berufen auswählen, dann in jedem Beruf jeweils von zwei Auszubildenden virtuell durch den Betrieb und die Arbeitsabläufe führen lassen.“

Nach kurzen Orientierungsphasen hatten die Schüler schnell den Bogen raus. Für Bastian steht jetzt schon fest, was er nach der 10. Klasse werden möchte: „Kfz-Lackierer ist mein Traumberuf.“ Und Mehmetcan will Zerspanungsmechaniker werden. Maike könnte sich eine Ausbildung zur Erzieherin vorstellen, während Neele und Juliana sich noch nicht festgelegt haben.

Olaf Weber, Berufsorientierungslehrer an der Balver Realschule, erläuterte, dass dieses neue Angebot die Berufspraktika nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzen solle. „Auf dem Weg zur Berufsorientierung sind diese VR-Brillen ein weiterer Baustein.“

Die Brillen, die eine computergenerierte Wirklichkeit mit Bild (3D) und Ton erzeugen, können ausgeliehen werden bei der Agentur für Arbeit. Sandra Friedrich steht dabei als Ansprechpartnerin für die Realschule zur Verfügung. „Diese Medien bieten neue Möglichkeiten“, sagte sie. Man kann sie in den Klassen anwenden. „Eine tolle Sache“, lobten Dominik und Maike. Dominik sagte: „Man ist sofort mitten im Betrieb.“ Diese Begeisterung ist natürlich ganz im Sinne ihres Lehrers Olaf Weber: „Hiermit können wir bei den Schülern auf eine ganz neue Weise das Interesse an den Berufswelt wecken.“

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