Berthold Knecht holt den Vogel von der Stange

Berthold Knecht freut sich mit seiner Frau Brigitte auf die einjährige Regentschaft in Langenholthausen. ▪

LANGENHOLTHAUSEN ▪ Schon kurz nach dem Vogelschießen in Langenholthausen kamen am heutigen Montag die ersten Wortspiele mit dem Nachnamen des neuen Königs auf: „Wenn die Bauern nicht schießen, muss es eben der Knecht machen.“ Denn Berthold Knecht hatte den hölzernen Aar mit dem 108. Schuss aus dem Kugelfang geholt und sich damit zum König der Schützenbruderschaft St. Johannes gemacht. Zu seiner Königin wählte er seine Frau Brigitte. Von Annabell Niemand

Von Beginn an zählte Berthold Knecht zu den Anwärtern auf die Königswürde. Zwischenzeitlich löcherte der Offizier der Bruderschaft den Vogel alleine, erst kurz vor Schluss erhielt er mit Johannes Ruschepaul noch einen Konkurrenten.

Schützenfest in Langenholthausen

Direkt mit dem ersten Schuss beförderte der scheidende König Gerhard Schwartpaul die Krone zu Boden. Nur einige Minuten später erledigte Mario Droste den Apfel. Das Zepter sicherte sich Carsten Bartsch. Den rechten Flügel trennte dann Bernd Linder ab. Der Rest des Adlern legte daraufhin noch eine halbe Drehung hin. Linder verließ schnell den Schießstand – er war schließlich schon vor 30 Jahren König. Etwas länger leistete Pfarrer Andreas Schulte dem späteren König noch Schützenhilfe. Dann wurde es auch ihm zu brenzlig. Erst kurz vor Schluss wagte Johannes Ruschepaul einige Schüsse. Aber Berthold Knecht machte dem Ringen mit dem 108. Schuss nach einer knappen Stunde ein Ende. Der 41-jährige Industriemechaniker beförderte seine Frau Brigitte von der Mendener Karnevalsprinzessin zu einer echten Königin. „Ja Schatz, der Tag ist gerettet“, begrüßte er sie unter der Vogelstange.

Mit dem Musikverein Amicitia Garbeck und unter dem Jubel der vielen Zuschauer zog das neue Königspaar in die Schützenhalle ein. Dort übergab Hauptmann Wilhelm Vogel dann auch offiziell Königskette und Diadem an die neuen Regenten. Der scheidende König Gerhard Schwartpaul erhielt seinen Königsorden. Blumen und Orden gab es zudem für Heinrich und Elisabeth Droste, die vor 40 Jahren in Langenholthausen regiert hatten.

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