Meisterchöre und Profi-Trompeter begeistern beim Benefizkonzert

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Trompeter Florian Menzel begeisterte die Zuschauer mit seinem Können. Der 25-Jährige hat sein Hobby zum Beruf gemacht.

VOLKRINGHAUSEN -  Einzigartig war, wie schnell das Benefizkonzert für die philippinischen Flutopfer von der Idee bis zur Aufführung am Sonntag zustande kam, einzigartig war auch die Besetzung mit dem MGV „Cäcilia“ Volkringhausen und ´„VokalArt“ als Meisterchören, dem größten Chor im Balver Raum, dem Männerchor 1874 Balve und dem Orchester Wolfgang Menzel mit dem Profi- Trompeter Florian Menzel.

Von Julius Kolossa

Der 25-jährige Esloher hat in Berlin seinen „Bachelor of music“ gemacht und auch dort eine neue Heimat gefunden, wie er unserer Zeitung erzählte. Sein Instrument ist die Trompete, sein Beruf ist sein Hobby: die Musik. Als freiberuflicher Musiker hat er 2013 den Deutschen Filmpreis für die Filmmusik zu „Oh boy“ erhalten. Und während er in seiner Kindheit und Jugend auf den Bühnen des Hochsauerlandkreises gespielt hat, zieht es ihn nun auf größere Tourneen: Der Musiker war schon mit der Staatsoper Hannover oder Sarah Connor unterwegs. Auch die Festival Tour 2013 mit Bosse, dem Bundesvision Song-Contest-Sieger, hat er mit begleitet. Über sein neuestes Projekt nach dem Auftritt in Volkringhausen will Florian Menzel aber noch nicht sprechen.

Er war an diesem Tag ein Teil eines Konzerts, das mit 20 Orchestermusikern und 106 Sängern sich ganz in den Dienst der guten Sache stellte. Dazu trugen auch die St. Hubertus-Schützen aus Volkringhausen bei, die ihre Schützenhalle kostenlos zur Verfügung stellten, und für die Bedienung sorgte der Musikverein-Balve. Bürgermeister Hubertus Mühling sagte als Schirmherr dieser Benefizveranstaltung: „Ich bewundere die schnelle und große Bereitschaft zur Umsetzung dieses Konzerts.“ Alle Einnahmen würden direkt und unmittelbar der „Taifun-Nothilfe 2013“ vom Philippinschen Frauenclub im HSK“ zur Verfügung gestellt. Diese in Olsberg ansässige Hilfsorganisation engagiert sich seit vielen Jahren mit Hilfslieferungen.

Es war ein Konzert, bei dem zunächst an die Taifun-Opfer gedacht wurde, und bei dem sich alle 400 Zuhörer, darunter auch Bürgermeister und deren Stellvertreter aus den benachbarten Städten, von ihren Plätze erhoben: „Heilig“ von Franz Schubert, gesungen von der „Cäcilia“ und „VokalArt“.

Im weiteren Verlauf der insgesamt 30 Programmstücke wechselten sich Orchester und die verschiedenen Chöre mit ihren Vorträgen ab. Ruhe und Besinnlichkeit standen dabei im Mittelpunkt, was vom Publikum mit viel Beifall honoriert wurde. Es hörte eine in dieser Form bisher einmalige Zusammensetzung dieser Chorgemeinschaften mit einem Orchester. Dieses spielte vom Orchesterleiter- und Gründer Wolfgang Menzel überwiegend selbst geschriebene Arrangements aus dem Swing- und Jazzbereich. Und auch jeder Chor nutzte seine Auftritte, um sich von seiner besten Seite zu präsentieren.

Nicht ganz zur Geltung wie gewünscht kam dagegen der Vortrag des Philippinischen Frauenclubs, denn der Zeitpunkt der Präsentation mitten in der Pause stellte sich als äußert ungünstig heraus, um den Power-Point-Vortrag richtig zu präsentieren. Die Besucher aber honorierten den gesamten Aufwand aller Beteiligten nicht nur mit ihrem Eintrittsgeld, sondern auch durch den Kauf der Getränke und Spenden in einen Spendenkanne.

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