Ranger begleitet Wanderer

Etliche Wanderer waren am Wochenende mit einem Ranger unterwegs. - Foto: Kolossa

Volkringhausen /Beckum / Binolen -   Auf 38 ausgewählten Kilometern wurde beim Balver Wanderwochenende den Teilnehmern viel geboten.

Die erste Etappe führte die Wanderer mit Ranger Oliver Szodruch auf der Sauerland Waldroute entlang. 13 Kilometer legten die 16 Teilnehmer und Hund Olli zurück – dabei nahmen sie viele interessante Eindrücke mit nach Hause, denn vom Waldexperten wurden sie auf die unterschiedlichsten Baum- und Pflanzenarten hingewiesen.

Dass es sich lohnt, auf die scheinbar unscheinbaren Gewächse am Wegesrand zu achten, machte ihnen der Ranger deutlich. Er informierte auch über die Entwicklung der Flächen, die 2007 von Sturm Kyrill geschaffen wurden und auf denen sich die Natur teils von Menschenhand gesteuert, teils auf eigene Weise wieder ausbreitet. Dazu führte der Weg ab dem Einstiegsportal zur Waldroute an der „Glashütte“ in Volkringhausen zunächst durch den Balver Wald, dann nach Stephanopel bis zur Schwerter Hütte. Nach Balve ging es hinauf zur Kreuzeiche und über Panoramawege bis zum Ziel, dem Binoler Bahnhof.

Kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung gab es am Sonntag, als jeweils um 10 Uhr die „Sagenwanderung für Familien“ in Binolen und der „Rundweg um Beckum“ stattfanden. Abwechslungsreich waren beide Strecken: Stefan Wiesenhöfer führte seine Truppe ab dem Vereinsheim Waldeslust durch die Felder und Wälder. Auch durch das Orlebachtal an den Schlössern Melschede und Wocklum kamen die Teilnehmer vorbei. Nach 15 Kilometer kamen sie wieder am Vereinsheim an, wo sie sich stärken konnten.

„Sagenhaft“ ist das Sauerland – Wolfgang Hänisch, Sagenforscher, führte ab Bahnhof Binolen an mystischen Stätten vorbei, wobei natürlich auch die Sieben Jungfrauen nicht fehlen durften. Außerdem wies er darauf hin, dass an gewissen Stellen geisterhafte Baumeister, Knüppelhunde und Wichte ihr Unwesen getrieben haben sollen. Interessant war es, diesen Geschichten zu lauschen, doch Hänisch betonte, dass es nicht nur Fantasiegeschichten seien: „Das Sauerland ist eine sagenreiche Gegend, und Sagen haben immer einen wahren Kern.“ -

Von Julius Kolossa

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