Kreisstraße zwischen Balve und Ihmert

Neubau der K11: Prüfverfahren ist im Gange

Der Begegnungsverkehr auf der K11 ist hinderlich und mitunter nicht ganz ungefährlich.
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Der Begegnungsverkehr auf der K11 ist hinderlich und mitunter nicht ganz ungefährlich.

Es ist abenteuerlich, die K11 von Leveringhausen nach Hemer-Ihmert zu befahren: Noch vor den 70er-Jahren als einspuriger Feldweg angelegt, hat dieser im Laufe der Jahre als Kreisstraße eine immer größere Bedeutung als kürzeste Verbindung von Hemer, Iserlohn und Altena nach Garbeck, Neuenrade und zur Sorpe erlangt. Schmal geblieben ist dagegen die Fahrbahnbreite.

Leveringhausen - „Die größtenteils sehr geringen Straßenbreiten von drei bis vier Metern und die wenigen Ausweichstellen behindern und gefährden den Begegnungsverkehr sehr stark“, stellte dazu Straßen.NRW-Sprecherin Julia Ollertz auf unsere Anfrage nach dem Planungsstand des Ausbaus mit.

„Der zukünftige Fahrbahnquerschnitt wird eine Breite von 5,50 Meter erhalten zuzüglich ein Meter Bankett auf beiden Seiten der Straße. Ein Geh- oder Radweg wird nicht angelegt.“ Soweit der vorgesehene Ausbau, der ab der L 683 in Hemer-Elfenfohren bis zur K 11 erfolgen soll. Dazu Ollertz: „Der Bauabschnitt liegt auf den Gebieten der Städte Altena, Hemer, Neuenrade und endet an der Stadtgrenze zu Balve.“ Bei alldem sei zu beachten, dass beim Straßenneubau und Ausbau die Eingriffe in die Landschaft auf ein Minimum beschränkt werden soll, denn „die Straße wird so in die Landschaft eingegliedert, dass sie sich für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild nicht belastender und störender auswirkt als dies in verantwortlicher Abwägung aller Belange unvermeidbar ist.“

Das wird von vielen Seiten sehr kritisch gesehen. Denn als bei einem Erörterungstermin auf der K 11 im vergangenen Jahr diese Planungen vorgestellt wurden, gingen 17 private Einwendungen und eine Unterschriftenliste mit 335 Unterzeichnern bei der Bezirksregierung ein. „Hauptthemen waren Lärm, Luft, Abgase, wie in Zukunft das Landschaftsbild geprägt werde und der notwendige Bedarf des Ausbaus als solcher“, fasste Bezirksregierungs-Pressesprecher Christoph Söbbeler zusammen. Daraus ergebe sich, so Julia Ollertz, für Straßen.NRW: „Es hatte sich herausgestellt, dass die vorgesehene Erweiterung eines Naturschutzgebietes anders umgesetzt werden musste als ursprünglich vorgesehen. Daraus folgende Eingriffe in Natur und Umwelt müssen hinsichtlich der notwendigen Kompensation zusätzlich bewertet werden.“ Neben der landschaftlichen Bewertung würden die Änderungen auch bedeuten, dass die Planunterlagen angepasst werden müssten. „Zurzeit werden die Änderungen in Zusammenarbeit mit dem beauftragten Ingenieurbüro eingearbeitet und alle weiteren Unterlagen geprüft. Die Bezirksregierung wird diese qualitätsgesicherten Unterlagen dann bekommen und ihrerseits prüfen. Als zuständige Planfeststellungsbehörde wird die Bezirksregierung über die nächsten Verfahrensschritte entscheiden.“

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