Nachfolger von Julia Jost

Beckums neuer Ortsvorsteher Georg Wortmann hat viel vor: Das sind seine Ideen

Georg Wortmann (rechts), hier bei einer Aktion mit Beckumer Grundschülern, nutzt die freie Zeit durch den Teil-Lockdown, um sich in sein neues Amt einzuarbeiten.
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Georg Wortmann (rechts), hier bei einer Aktion mit Beckumer Grundschülern, nutzt die freie Zeit durch den Teil-Lockdown, um sich in sein neues Amt einzuarbeiten.

Schweren Herzens musste Beckums neuer Ortsvorsteher Georg Wortmann (CDU) direkt zu Beginn seiner Amtszeit mit einer liebgewordenen Tradition brechen.

Der Nikolausumzug, der traditionell am Vorabend des 6. Dezember zu Ehren des Schutzpatrons der St.-Nikolaus-Kirche stattfindet, musste coronabedingt abgesagt werden.

Damit wird den Mädchen und Jungen, die alljährlich aus Beckum und den umliegenden Ortschaften mit ihren Laternen an dem Umzug teilnehmen und dabei vom Musikverein begleitet werden, etwas fehlen.

Das erste große Ziel: Gemeinsam durch die Krise

Aber diese Absage war für Georg Wortmann alternativlos. „Denn wir wollen gemeinsam diese durch das Coronavirus entstandene Krise überstehen“, nennt er ein erstes großes Ziel seiner noch jungen Amtszeit. Dies vor allem gesundheitlich, aber auch wirtschaftlich, um als Verein oder Arbeitgeber über die Runden zu kommen.

Als Ortsvorsteher will er darüber hinaus die Weichen für eine bessere Kommunikation im Dorf stellen: „Es soll sich ein Bürgerstammtisch etablieren, bei dem alle zum Zuge kommen.“ Bisher trafen sich Jung und Alt seit mehr als zehn Jahren am Vereinsstammtisch, der zwei Mal im Jahr stattfand. „Ich finde, ein Forum, dass auch Nicht-Vereinsmitglieder anspricht, besser.“ Wünsche und Anregungen aus der Bevölkerung sollen entgegengenommen werden, auf der anderen Seite aber auch die Entscheidungen aus Politik und Rat transparenter gemacht werden.

Teil-Lockdown bietet Zeit für „Hausaufgaben“

Georg Wortmann nutzt diesen Teil-Lockdown im November für „Hausaufgaben“. „Ich habe jetzt die erforderliche Zeit, mich einzuarbeiten“, sagt der 59-Jährige. Als sich 2019 abzeichnete, dass Julia Jost nicht erneut kandidieren werde, entschied er sich: „Ich mache es.“ Dass David Bathe bei den Christdemokraten neues Ratsmitglied für den Bereich Beckum werden sollte, stand da schon fest. Neben der CDU-Ortsunion ist Wortmann auch im SuS Beckum und dem Partnerschaftskomitee Beckum-Roussay aktiv.

Er weiß um gut funktionierende Zusammenarbeit in der Partei und den Vereinen – dies möchte er gerne auch den neu zugezogenen Beckumern vermitteln. „Wir brauchen eine Begrüßungskultur – besonders für die jungen Familien, die am Langenloh eine neue Heimat gefunden haben.“ Alle acht Bauplätze seien verkauft worden; so dass Bauland im Dorf jetzt rar würde.

Eine Homepage für das Dorf

Während sich die Suche nach neuen Bauplätzen in Beckum schwierig gestalte, hat der Ortsvorsteher darüber hinaus andere, neue Ideen auf seiner Agenda. Die Einrichtung einer Homepage für das Dorf gehöre dazu, mit einem „Suche und Biete“-Marktplatz und einer App. Zwingend für ein gut funktionierendes Dorfleben ist für Wortmann zudem eine intakte Infrastruktur; so seien Straßensanierungsmaßnahmen auf der Nikolausstraße und dem Südfeld dringend erforderlich. Und auch die Verkehrsberuhigung der Arnsberger Straße bleibe ein Dauerthema. „Ich bleibe dran“, versprach er.

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