Beckumer Katholiken müssen ausweichen

Kirche wird für sechs Monate zur Baustelle

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Die St.-Nikolaus-Kirche in Beckum soll im ersten Halbjahr 2020 umfassend renoviert werden. Gottesdienste finden dann im Integrationszentrum statt. (Fütr Vollbild-Ansicht rechts oben klicken.)

Beckum - Die Jahresabschlussmesse am 31. Dezember (17 Uhr) wird in Beckum noch einmal in der „alten“ St.-Nikolaus-Kirche gefeiert, danach kehrt Ruhe ein in dieses Gotteshaus – bis zum 6. Januar. „Dann beginnen die ersten Arbeiten für die Modernisierungsmaßnahmen“, kündigt der Geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstands, Christian König, an. Sechs Monate sollen die Arbeiten dauern.

„Wir beginnen mit dem Ausräumen der Kirche – und dafür werden noch Helfer gesucht“, sagte König. Wer mit anpacken will, kann sich direkt beim Kirchenvorstand melden. Weitere Gewerke aber werden den Fachleuten überlassen.

König gab einen Überblick, welche Arbeiten Experten übernehmen sollen: „Der Fußboden wird ab dem 11. Januar überarbeitet, die elektrischen Arbeiten finden ab Februar statt.“ Die meiste Zeit dieser Baumaßnahme werden die mit drei Monaten veranschlagten Malerarbeiten in Anspruch nehmen. Christian König: „Unser Ziel ist es, vor dem Schützenfest fertig zu werden, so dass die Schützenmesse wieder in der Kirche gefeiert werden kann.“

So lange finden die Messfeiern im Integrationszentrums auf der anderen Seite der Nikolausstraße statt. „Wir haben bereits die mobile Orgel aufgestellt, die auch den Eisbornern während der Bauarbeiten zur Verfügung stand.“

Umstellung auf LED-Beleuchtung

So können die Handwerker in der Beckumer Kirche ungestört arbeiten: Der Steinboden wird durch Natursteinelemente erneuert, ebenso die Weihwasserbecken am Eingang. Dort soll mit einem Durchbruch auch ein Raum für Beter außerhalb der Öffnungszeiten entstehen. Vor dem Altar wird mehr Platz geschaffen durch die Wegnahme einer Stufe; der Ambo wird überarbeitet und mobil gestaltet, so dass er bei Konzerten versetzt werden kann.

Neu angestrichen werden die Decke und die Ornamente, modernisiert die 40 Jahre alten elektrischen Leitungen. Dazu gehören die Umstellung auf LED-Beleuchtung, eine neue Liedanzeige, und die Beleuchtung des Altars. „Der bleibt aber an seinem Platz, ebenso wie die Orgel“, sagte Christian König. Beides werde sicher vor Staub, Mörtel, Farbe und sonstigem Dreck geschützt.

Gesamtkosten: 330.000 Euro

Draußen werden ab Mai beide Treppen erneuert werden und das Dach mit Glockenstuhl wird ausgebessert. „Die Gesamtkosten liegen bei 330.000 Euro“, wies Christian König auf den Kostenrahmen hin. „Das Erzbistum Paderborn bezuschusst diese Maßnahme, so dass unser Eigenanteil 100.000 Euro betragen wird.“ Doch für ihn stellt diese von der Beckumer Gemeinde selbst aufzubringende Summe kein Problem dar: „Wir haben Rücklagen, denn immerhin liegt die letzte Modernisierungsmaßnahme 30 Jahre zurück.“

Das seit den 1990-er-Jahren durchgeführte Pastor Kudla-Kirchenkonzert wird wegen der Renovierung erstmals nicht in Beckum stattfinden können. Es wird in die Mellener St.-Barbara-Kirche verlegt, findet dort am Sonntag, 26. Januar, ab 17 Uhr statt.

Der Musikverein Beckum wird wieder zu Gunsten des Kudla-Fonds spielen, mit dem wirtschaftlich schwachen Familien der monatliche Vereinsbeitrag oder eine finanzielle Unterstützung bei Unternehmungen in der Schule gewährt werden soll. „Die Kirchen in Volkringhausen und Eisborn sind zu klein“, begründet König. „Mellens Kirche hat die richtige Größe für ein solches Konzert; außerdem besteht durch Mellener Kinder, die in Beckum zur Schule gehen, auch eine Beziehung in dieses Dorf.“

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