Beckumer Gedenktaler zum 725-jährigen Dorfjubiläum

Der Beckumer Gedenktaler zeigt auf der Vorderseite die St. Nikolaus-Kirche und auf der Rückseite das Beckumer Wappen mit Jahreszahlen.

BECKUM ▪ Wenn sich in Beckum anlässlich der 725-Jahr-Feier am 5. September um 10 Uhr die Pforten zum historischen Markt öffnen, warten zahlreiche traditionelle Handwerksvorführungen und wunderschönes Kunsthandwerk auf die Besucher.

Zum Beispiel können die Besucher erleben, wie Medaillen geprägt werden. Anlässlich des Dorfjubiläums bringt die Vereinsgemeinschaft Beckum nämlich einen Gedenktaler heraus, der in mittelalterlicher Technik vor Ort hergestellt wird. Der imposante drei Meter hohe und rund 500 Kilogramm schwere Fallhammer wurde zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert zum Prägen von Münzen und Medaillen benutzt. Jeder Besucher kann sich damit seine persönliche Medaille prägen lassen. Die Individualität wird noch gesteigert durch die Möglichkeit, das Material aus verschiedenen Metallen auswählen zu können, teilweise ist die Auflage limitiert.

Der Besteckkünstler Arno Münch aus Köln wird aus Silberbesteck wunderschöne Schmuck- oder Dekorationsstücke wie zum Beispiel Armreife, Amulette oder Ringe herstellen. Wer sich ein solches einmaliges Objekt anfertigen lassen möchte, kann selbst Silberbesteck mitbringen. Ein Ankauf von Bestecken am Markttag ist nicht möglich.

Aber das traditionelle Handwerk hat noch vieles mehr zu bieten. So werden unter anderem Theo Frohne die Besenbinderkunst darbieten, Uwe und Markus Bathe werden historische Maltechniken präsentieren und Björn Freiburg und Peter Oeder werden die Besucher als Bader und Dentist empfangen. Auf Wunsch können historische Behandlungsmethoden vorgeführt werden – sofern sich Freiwillige finden.

Das Angebot an alten Handwerkstechniken, die auf dem Markt vorgeführt werden, umfasst auch die Kunst des Filzens, des Beutelbindens sowie die Herstellung von Keramikunikaten und Korbwaren, Kuscheltieren, Holzspielzeug, Natur- und Kupfer-deko, Speckstein- und Schieferarbeiten und Selbstgenähtem. Die Besucher werden in die Kunst des Spinnens und die Herstellung von Seifen eingeführt. Ferner wird die Technik des Stuhlflechtens vorgeführt. Dass sogar aus Holz, das vom Meer an den Strand gespült worden ist, wunderschöne Kunstobjekte hergestellt werden können, davon werden sich die Besucher am Markttag auch überzeugen können.

Nicht zuletzt wird der Hegering mit der mobilen Waldschule kleine und große Besucher des Marktes in die Geheimnisse der heimischen Natur einweihen, die schon vor 725 Jahren genauso faszinierend gewesen ist wie heute.

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