Regionalplanentwurf: Mögliche Steinbrucherweiterung wirft viele Fragen auf

Beckumer fürchten Staub und Lärm

Ortsvorsteher Georg Wortmann, UWG-Mitglied Susanne Schnadt und David Bathe von der CDU informierten gemeinsam über den Regionalplanentwurf.
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1 Georg Wortmann, Ortsvorsteher, Susanne Schnadt, stv. Fraktionsvors. UWG, David Bathe, CDU-Ratsmitglied.JPG

Einen Blick in die Zukunft warfen etwa 80 Interessierte am Sonntag in Beckum.

Dabei lag der Beckumer Steinbruch neben ihnen, und der Eisborner Steinbruch vor ihnen – um diese Sichtachse ging es bei dieser Informationsveranstaltung, deren Standort Beckums Ortsvorsteher Georg Wortmann ganz bewusst so gewählt hatte. „Der Regionalplanentwurf betrifft unser Dorf massiv“, erklärte Wortmann. „Denn die in diesem Entwurf festgelegte Erweiterung des Steinbruchs wird sich auf unser Dorf auswirken.“ Deshalb galt es, aufzuklären, was dann, wenn denn dieser Entwurf in Kraft treten sollte, auf Beckum zukommen wird. Und dies seien Sprengungen, Staub und vor allem ein massiver Eingriff in die Landschaft.

Gegenüber der Redaktion berichtete Georg Wortmann: „Ich hatte ein Gespräch mit dem Werksleiter von Oberrödinghausen, Stefan Flügge, wobei er mir versicherte, zunächst den vorhandenen Bereich des Steinbruchs zu nutzen.“ Denn darum geht es: Der jetzt vorliegende Regionalplanentwurf sieht vor, dass sich das Unternehmen Lhoist sich nicht so weit wie vorab geplant, in Richtung Eisborn ausbreiten darf, sondern vielmehr der Steinbruch in Beckum in die neuen Planungen aufgenommen wurde (wir berichteten).

Neue Planungen im Steinbruch Beckum

Und mit dem hat das Unternehmen noch so einiges vor. Georg Wortmann: „Stefan Flügge wies mir gegenüber darauf hin, dass eventuell noch für etwa 15 Jahre genügend Potential für Abbaufläche dort vorhanden sein könnte. Erst danach wird das Reservegebiet im Beckumer Feld in Richtung Modellflugplatz und darüber hinaus nach Eisborn abgebaut.“

Viele Fragen dazu kamen auf, viele Antworten gaben Wortmann, aber auch CDU-Ratsmitglied David Bathe und die stellvertretende UWG-Fraktionsvorsitzende Susanne Schnadt. Es war ein parteiübergreifender Konsens (der SPD-Vorsitzende Thomas Vogtmann ließ sich urlaubsbedingt entschuldigen) in dieser Sache, denn es ging ums Dorf. „Irgendwie fehlt die zeitliche Perspektive“, meinte Susanne Schnadt.“ Denn immerhin sei es 20 Jahre lang sehr ruhig in diesem Steinbruch gewesen, der als solcher genutzt werden darf. Eigentümer ist Lhoist; dem Unternehmen gehören viele Flächen in Richtung Eisborn.

Betroffene sollen sich beteiligen

Wann und wie es jetzt weitergeht – es wurde viel spekuliert und diskutiert. David Bathe unterstrich: „Es ist wichtig, dass man uns alle Auswirkungen im Detail vor Ort erläutert.“ Es wurde aber am Sonntag auch mehrfach darauf hingewiesen, dass sich Betroffene unbedingt am Verfahren beteiligen sollten. Einwende gegen diesen Entwurf müssen bis zum 30. Juni vorliegen.

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