SuS Beckum gräbt seinen Sportplatz um

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Der Zustand des Naturrasens auf der Hinsel bereitet dem Vorstand des SuS Beckum Sorgen. Nun soll der Sportplatz gründlich renoviert werden.

BECKUM ▪ Die Mitglieder des SuS Beckum haben entschieden: Ab Freitag, 21. Mai, soll der Rasenplatz gründlich renoviert werden. Knapp 30 000 Euro wird der Verein investieren, ein Jahr lang wird der Sportplatz nicht bespielbar sein.

Einstimmig stimmten die Mitglieder den Maßnahmen zu, die der nach der Jahreshauptversammlung Ende März gegründete Bauausschuss in vier Sitzungen ausgearbeitet hatte. Alle, die beim SuS Fußball spielen, wissen um den schlechten Zustand des Platzes – und auch jeder Gastverein ist um eine Erfahrung reicher. Die vielen Löcher machen das Spiel zu einem ganz besonderen Erlebnis. Eine ganz besonders fiese Stelle des Platzes, die es wirklich in sich hat, stellte der Vorstand zu Beginn der Versammlung vor: In der nordwestlichen Ecke sind die Löcher extrem zahlreich und unterschiedlich tief.

Damit sich der Zustand des Platzes dauerhaft bessert, sollen am 21. Mai drei Minibagger anrollen und die Drainagegräben ausheben. Danach wird der Platz etwa 40 Zentimeter tief aufgefräst, damit die Begradigungsarbeiten vorgenommen werden können. Ab dem Ende der ersten Juniwoche, so kalkuliert der Vorsitzende Stefan Dunker, sollen die Einsaat und das Walzen erfolgen. Investiert wird auch in neue Tore, in Stahlrohre für die Bandenwerbung und in eine Druckerhöhungspumpe. Besonders letztere Position ist erforderlich, denn Fachleute hätten auf den erhöhten Wasserbedarf des Platzes aufmerksam gemacht. 40 Kubikmeter würden für eine Bewässerung benötigt, und zwar regelmäßig.

All dies schluckten Versammlungsteilnehmer ohne zu Murren, weil nachvollziehbar. Dazu gehört auch, dass bis zum Sportfest 2011 eine Nutzung des Platzes nicht möglich sein wird. Trainings- und Spielbetrieb müssen also auf andere Plätze in der Nachbarschaft verlagert werden. Und auch nach Abschluss der Renovierung muss der Boden alle zwei Jahre aufgelockert werden. Es kommt also einiges auf die Mitglieder des A-Ligisten zu, doch zeigten sich diese bereit, mit anzupacken.

Dass mit sehr spitzem Bleistift gerechnet wurde, stellte der Vorsitzende fest: „Maximal 29 000 Euro werden diese Sanierungsarbeiten kosten. Und wir wollen keinen Cent Kredit dafür aufnehmen.“ Die Rechnung scheint aufgehen zu können, denn zum Eigenkapital in Höhe von 8000 Euro kommen 7000 Euro an Einmalspenden. Damit sei für 2010 alles bezahlt, so Dunker. Tore und ein Teil der Fräsarbeiten würden erst im nächsten Jahr in Rechnung gestellt. Weiteres Geld komme durch Bandenwerbung und ein Dauerspendenmodell in die Kasse. Ohne bisher Werbung dafür gemacht zu haben, hätten sich schon 18 Beckumer für diese Form der Finanzierung entschieden.

„Wir wollen einen schönen, gesunden Rasenplatz“, stellte Dunker fest, der auch die Option einer Renovierung mit Rollrasen (etwa 32 000 Euro) ansprach – dies stieß nicht auf Interesse. „Unser Platz soll nach der Sanierung 20 Jahre halten“, versprach er. Und dafür legen sich die Mitglieder nun ins Zeug. ▪ JK

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