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Bauverein St. Blasius: Auflösung diskutiert

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Von: Julius Kolossa

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Wolfgang Lazer (links) und Franz-Josef Ruschepaul (rechts) verabschieden Peter Hering als 2. Vorsitzenden des Bauvereins St. Blasius.
Wolfgang Lazer (links) und Franz-Josef Ruschepaul (rechts) verabschieden Peter Hering als 2. Vorsitzenden des Bauvereins St. Blasius. © Kolossa, Julius

Nur noch zu zweit, aber dennoch handlungsfähig: Der „Bauverein St. Blasius“ wird ab sofort nur noch von zwei Vorstandsmitgliedern geführt, besteht aber weiter.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Mittwoch konnten das Amt des Geschäftsführers und des Zweiten Vorsitzenden nicht mehr besetzt werden. Somit fungieren Wolfgang Lazer als Vorsitzender und Franz-Josef Ruschepaul als Kassenwart jetzt alleine in der Geschäftsführung. „Wir sind aber handlungsfähig“, teilte Ruschepaul mit.

Bereits vor der Versammlung hatte es Gespräche mit einem Notar über das weitere Vorgehen gegeben – für den Fall, dass zwei Vorstandsämter vakant bleiben würden. Und so bleibt es dabei: Der „Bauverein St. Blasius“ besteht weiter – obwohl in der Versammlung auch ausführlich das Für und Wider einer Vereinsauflösung diskutiert wurde. Immerhin stünden maximal drei Aktive für Aktionen zur Verfügung – die sich wiederum aus dem geschäftsführenden Vorstand zusammensetzen. Und dieser wurde nun von drei auf zwei reduziert, denn: Peter Hering stellte sein Amt als Zweiter Vorsitzender nach sieben Jahren zur Verfügung. „Es hat Spaß gemacht, aber es wird immer schwieriger, einen Verein mit Leben zu füllen, wenn nur noch drei Leute mitarbeiten.“ Mehr Handlungsbedarf werde in diesem Verein nicht mehr gesehen. Peter Hering bleibt dem Verein allerdings als Unterstützer weiter treu und übernimmt auch das Amt eines Kassenprüfers.

Noch 75 Mitglieder

Und doch: 75 Mitglieder halten dem „Bauverein St. Blasius“, der im Jahr 2008 gegründet wurde, die Treue. „Die meisten wollen nur mit ihrem Beitrag etwas Gutes tun für den Erhalt unserer Kirche“, betonte Franz-Josef Ruschepaul. „Sie sind wichtige Unterstützer.“ Der vereinseigene Finanzminister sah keinen Grund für eine Auflösung, sondern plädierte für einen Weiterbestand. Und so geht es jetzt weiter: Der Verein, der in der Corona-Pandemie nicht aktiv sein konnte, wird nun Ideen entwickeln, um sich neu aufzustellen. Immerhin konnte in den 14 Jahren des Vereinsbestehens ein deutlich fünfstelliger Betrag gespendet werden: anfangs bei der Sanierung des Kirchturms vom Mauerwerk bis zur Turmspitze, dann bei der Restaurierung der Wandmalereien im alten Kirchenteil und letztlich bei der Überholung der Glockenanlage sowie Anschaffungen für die Krippe.

Zudem waren sich alle darüber einig, dass man sich auf die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern machen muss, weil auch der Posten des Geschäftsführers bislang nicht neu besetzt werden konnte. Zur Erinnerung: Der damalige Geschäftsführer Pastor Tobias Keine war in den Pastoralen Raum Brilon umgezogen.

Wird Pius-Kapelle in Förderung einbezogen?

Ob demnächst die Pius-Kapelle mit in die Förderung einbezogen wird, so eine Idee von Mitglied Ludger Terbrüggen, wird noch vorstandsintern beraten. Eventuell müsse die Satzung überarbeitet und dementsprechend ausgeweitet werden, meinte Wolfgang Lazer dazu.

Als nächste Aktion ist eventuell geplant, im Rahmen des Balver Weihnachtsmarktes Interessierten Turmbegehungen zu ermöglichen. Informationen dazu werden noch bekannt gegeben.

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