Einrüstung nimmt Parkraum

Baustellen-Ärger am Drostenplatz

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Für die Dach- und Fassadenarbeiten wurde Haus Mines in dieser Woche eingerüstet.

Balve – Die Bauarbeiten am Haus Mines sorgen für Ärger. Das Gebäude, das sich im Eigentum der Stadt befindet und zum Standesamt umgebaut werden soll, ist seit dieser Woche eingerüstet, um unter anderem Dacharbeiten und die Sanierung des Fachwerks vornehmen zu können.

Das Gerüst musste dafür auf dem Drostenplatz aufgebaut werden. Dies passt Matthias Camminady ganz und gar nicht, dem als Eigentümer des Drostenhauses so vorübergehend Parkraum verloren geht. 

„Ich habe die ganze Sache an einen Anwalt übergeben“, sagte Camminady, der unserer Redaktion auf Anfrage Einblick in die E-Mail-Kommunikation mit Ernst-Reiner Schulte als Bauverantwortlichem im Rathaus gab. Begonnen hat demnach alles am 13. November, als Schulte darauf hinwies, dass beabsichtigt sei, Haus Mines einzurüsten. Parkplätze sollten nicht wegfallen, weil das Gerüst auf der Bordsteinkante stehen solle. Als Lagerfläche für die Baumaterialien hatte Schulte die Drostengasse vorgesehen. 

Plötzlich alles auf den Kopf gestellt

Am Mittwoch wurde alles auf den Kopf, und Camminady vor vollendete Tatsachen gestellt, denn: „Ich (Schulte, Anm. d. Red.) habe beim Märkischen Kreis die Sperrung der Parkplätze vor dem Haus Mines beantragt. Wir sind bestrebt, die Fläche so wenig zu nutzen wie möglich“, heißt es in einer E-Mail wörtlich. Denn jetzt sollte mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden. 

Denn: „Wir kommen um die Fläche nicht herum, da die Handwerker sonst keinerlei Flächen zum Parken haben“, hieß es von Schulte zur Erklärung. Camminady betonte, dass eine Sperrung der Parkflächen ohne Rücksprache mit ihm nicht zu machen sei, auch wenn im Rathaus die Meinung herrsche, dass es sich an dieser Stelle um eine öffentliche Fläche handele und Camminadys Einwilligung nicht erforderlich sei. 

Drostengasse: Anlieger verweigern Zustimmung

„Seitens der Stadt sollte eigentlich die Drostengasse gesperrt werden“, teilte Schulte mit. Dort hätten aber die Anlieger die Zustimmung verweigert. Wenig später wurde der Drostenhaus-Eigentümer gebeten, sein Einverständnis für eine Parkplatz-Sperrung vor dem Haus Mines bis zum 1. März 2020 zu geben. Daraufhin antwortete Camminady noch am selben Tag: „Da Ihr mich hier vor vollendete Tatsachen stellt, bitte ich darum, die Parkflächen bis heute Abend (4. Dezember, Anm. d. Red,) wieder freizugeben.“ Es seien bereits ohne Absprache mit ihm Container aufgestellt worden. Und: eine Freigabe für die Sperrung der Parkplätze werde nicht erfolgen. 

Der am Wochenende stattfindende Weihnachtsmarkt soll übrigens ungestört stattfinden können, „da wir uns in dieser Zeit zurückziehen“, heißt es in der E-Mail von Schulte.

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