Beschwerden eingegangen

Ärger an der B229-Baustelle: Fahrer ignorieren Sperrung

+
Mit schwerem Gerät wird auf der Baustelle gearbeitet.

Langenholthausen – Ärger gibt's an der B229-Baustelle: Fahrer ignorieren einfach die Sperrung und rasen über die abgefräste Straße - oder nutzen illegal Schleichwege. Das hat nun ein Ende.

Ärger macht sich breit an der Kreuzung der B 229 in Langenholthausen. Auto-, Lkw- und Motorradfahrer sind genervt von der Sperrung. Anwohner sind genervt von den Fahrern, die sich nicht an die ausgeschilderte Umleitung halten und über Schleichwege an ihrer Haustür vorbeirasen. Und die Arbeiter auf der Baustelle sind genervt von Verkehrsteilnehmern, die meckern – oder die Sperrung einfach ignorieren.

Fahrer räumen Sperrbaken aus dem Weg

Die Maschinen rattern derzeit laut über die B 229, um die erste von zwei Schichten für die Fahrbahndecke aufzutragen. Seit einer Woche laufen die Arbeiten an der Kreuzung. Zunächst wurde eine 166 Meter lange Strecke in Richtung Balve abgefräst, bevor nun die Asphaltiermaschine zum Einsatz kommt. 

Doch nicht nur arbeiten müssen die Angestellten der Baufirma Herzog aus Erndtebrück dort schwer. „Wir brauchen ein dickes Fell“, sagte ein Mitarbeiter. Immer wieder fahren Autos, Lkw und Motorradfahrer bis unmittelbar vor die Absperrungen – trotz Warnschilder weit vor der Baustelle. 

Im besten Fall machen sie dann vor den Baken halt. Denn: „Anlieger berichteten uns, dass am Osterwochenende die Baken von Bikern und Autofahrern zur Seite geschoben wurden, damit sie über die abgefräste Fahrbahn den direkten Weg nehmen konnten.“ 

Eigentlich nur für Anlieger: Der Hangweg und die Kurze Straße.

Dieser bleibt aber für den Rest dieser Woche auf jeden Fall versperrt. Denn ab kommenden Dienstag, 30. April, beginnen die Asphaltierungsarbeiten für die 350 Tonnen Tragschicht, ab Mittwoch werden 220 Tonnen Binder und 85 Tonnen Deckschicht zur Baustelle gefahren. „Gerne würde so mancher auch noch die Asphaltiermaschine zur Seite schieben“, meint der Bauarbeiter. 

Verärgert sich auch die Bewohner der Anliegerstraßen in der Umgebung der Kreuzung. Besonders betroffen sind die Kurze Straße, der Hangweg und die Uferstraße. 

„Werktags zwischen 15 und 19 Uhr gleicht der Hangweg fast einer Hauptstraße“, sagt ein Anwohner, der namentlich nicht genannt werden möchte. 

„Normalerweise fährt hier vielleicht ein Auto in fünf Minuten her, jetzt ist es teilweise das Zehnfache.“ Und es werde teilweise in der Tempo-30-Zone gerast. Den Anlieger nerven „dieser Fahrlärm und die Raserei, da hier Kinder auf der Straße spielen“.

Anwohnerin Ingrid Grote.

Das bestätigte Ingrid Grote, die mit ihrer Familie an der Kurzen Straße 6 wohnt. „In den vergangenen Tagen war hier viel los“, erzählt sie. Dabei ist sie es gewohnt, an einer Durchgangsstraße zu leben. „Aber seit der Sperrung gibt es ungewohnt viel Straßenverkehr.“ Manche fahren so schnell, dass andere Anlieger ihre Kinder nicht mehr auf der Straße spielen ließen. 

Andreas Berg von Straßen.NRW kennt das Problem: „Mehrere Beschwerden sind bei uns eingegangen“, sagt er. „Wir haben am ersten Tag sofort die Straßenverkehrsbehörde informiert, die mit Beschilderungen reagiert hat.“ Auch die Polizei kontrolliert verstärkt. 

Grote sagt, dass es seit den Kontrollen ruhiger geworden sei. Zum Verlauf der Arbeiten hat Berg gute Nachrichten: „Alles befindet sich im Zeitplan.“ 

Heißt: Am Freitag wird die Kreuzung wieder für den Verkehr freigegeben, wird aber während der Bauzeit mit eine Ampel geregelt. DieBaustelle wandert weiter Richtung Balve, die Straße wird morgen ab der Lohstraße gesperrt. Die Umleitung erfolgt ab Neuenrade über die K 12 bis Balve, ebenso in der Gegenrichtung. Bis August soll die gesamte Fahrbahndecke auf 2,3 Kilometern erneuert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare