„Festspiele sollen Aushängeschild bleiben“: Uta Baumeister zieht vor ihrem Abschied Bilanz

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Die Inszenierung der Geschichte von Räuber Hotzenplotz bescherte dem Festspielverein und Uta Baumeister in ihrem letzten Jahr als Vorsitzende eine Auslastung von 85 Prozent.

Balve - Der Festspielverein Balver Höhle mit seinen mehr als 100 ehrenamtlich Aktiven bereitet bereits die neue Saison mit den schon laufenden Proben für das Kinderstück „Die kleine Hexe“ und das Erwachsenenstück „Villa Sonnenschein“ vor. Wenn die Stücke im Mai 2018 in der Aula erstmals aufgeführt werden, wird Uta Baumeister nicht mehr als Vereinsvorsitzende dabei sein.

Bei der Jahreshauptversammlung am kommenden Dienstag, 12. Dezember, wird Baumeister bekanntlich nicht noch einmal kandidieren und ihren Platz für einen Nachfolger räumen. Zuvor sprach sie noch mit unserer Zeitung.

Wie fällt der Blick zurück kurz vor dem Ende der Amtszeit aus?

„Gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen galt es vorrangig, wirtschaftlich zu handeln und dennoch ein hohes Niveau der Veranstaltungen anzubieten“, fasste Baumeister die gesteckten Ziele zusammen. „Dies ist uns mit den Inszenierungen ,Räuber Hotzenplotz’, ,Der kleine Horrorladen’, der Klassik-Nacht und mit dem Irish-Folk-Festival im August gelungen“, sagte die scheidende Vorsitzende. Außerdem habe der Festspielverein zwei Festivals von Fremdveranstaltern in der Höhle unterstützt, und so die Einnahmen des Vereins erhöht. Ihre Maxime sei es dabei stets gewesen, eine Basis für eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den mehr als 100 ehrenamtlich aktiven Mitgliedern sowie mit den Profis für Regie und Musik zu schaffen: „Ich denke, das ist gelungen.“

Uta Baumeister gibt in der kommenden Woche ihr Vorstandsamt beim Festspielverein auf.

Wie sehen die Besucherzahlen für dieses Jahr aus?

Beim „Hotzenplotz“ verzeichnete der Verein laut Baumeister 1300 Besucher mehr als im vergangenen Jahr bei „Ritter Rost“. „Das entspricht einer Auslastung von 85 Prozent“, bilanzierte die scheidende Vorsitzende. „Damit sind wir mehr als zufrieden“. Dagegen sanken die Besucherzahlen vom „Horrorladen“ im Vergleich zu „Hair“ um 700, sodass das Erwachsenenstück diesmal nur zu 43 Prozent ausgelastet war. „Wir hoffen, dass sich dies 2018 wieder ändert“, sagte Baumeister.

Was erwartet die Besucher in der neuen Spielzeit?

Mit der „Villa Sonnenschein“, einer Komödie mit Musik, die in einem Seniorenheim spielt, und der von Otfried Preußler geschriebenen „Kleinen Hexe“, sieht Baumeister den Festspielverein auf dem richtigen Weg, die Zuschauerzahlen wieder zu steigern. Zwei Schulvorstellungen seien bereits fast ausverkauft.

Wie geht es im Vorstand nach dem Baumeister-Rückzug weiter?

„Da ich schon Ende des vergangenen Jahres angekündigt hatte, dass ich das große Ehrenamt als Vorsitzende des Festspielvereins aus beruflichen Gründen leider nicht mehr ausüben kann, hat sich der Vorstand darauf konzentriert, einen geeigneten Nachfolger zu finden“, sagte Baumeister. Weil aber auch die stellvertretende Vorsitzende Claudia Heinemann und Schriftführerin Nadine Schlebrowski aus beruflichen Gründen ebenfalls ihre Ämter abgeben, müssten mittlerweile drei Positionen neu besetzt werden. Uta Baumeister: „Die Suche nach Kandidaten erwies sich als schwierig, sodass wir die Jahreshauptversammlung mehrfach verschoben haben.“ Nun gibt sich Baumeister allerdings zuversichtlich, dass sich am 12. Dezember Mitglieder zur Wahl stellen werden. Namen wollte sie noch keine nennen. Die Versammlung beginnt um 19 Uhr im Restaurant zur Höhle in Balve.

Was wünscht sich die Vorsitzende für die Zukunft des Vereins?

Mit seinen Theater- und Konzertveranstaltungen sei der Verein weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt und locke in jedem Jahr mehr als 10 000 Besucher nach Balve. „Es wäre schön, wenn die Festspiele noch viele Jahre ein Aushängeschild für unsere Stadt bleiben“, sagte Baumeister.

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