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Baugebiet Hönnewiesen: Grünes Licht von Stadt und Kreis

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Von: Julius Kolossa

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Wo jetzt noch Schafe grasen, soll auf den Hönnewiesen bald gebaut werden.
Wo jetzt noch Schafe grasen, soll auf den Hönnewiesen bald gebaut werden. © Kolossa, Julius

Es geht voran mit dem Baugebiet Hönnewiesen. Insgesamt 20 685 Quadratmeter stehen für die Bebauung von 36 Wohneinheiten, davon 15 Einfamilienhäuser, zwei Doppelhaushälften und 18 Mehrfamilienhäuser, zur Verfügung.

Den Weg für das durchaus umstrittene Projekt freigemacht hat der Rat mit seinen Beschlüssen, nach diesen die bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche von einem Investor gekauft und als Bauland zur Verfügung stehen soll.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und sonstiger Träger an dem Verfahren gingen fünf Stellungnahmen von Bürgern ein, außerdem 24 Stellungnahmen von Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange. Nachdem die Stadt alle Einwendungen geprüft hat, geht aus einer Beschlussvorlage für die nächste Sitzung des Ausschusses Umwelt, Stadtentwicklung, Bau hervor, dass Naturschutzbelange einer Bebauung nicht im Wege stehen. Allerdings sei der Lärmschutz bei der weiteren Planung der Geräuschprognose zu berücksichtigen.

Lage des Baugebiets wird immer wieder kritisiert

Viel Raum in den Einwendungen nahm Kritik an der Lage des Baugebietes ein: die Hönnewiesen waren beim Hochwasser im Juli zum großen Teil überschwemmt worden. Kritiker befürchten, dass sich dieses Szenario bei vergleichbaren Unwetterereignissen wiederholt. Die Stadt kommt nach ihrer Prüfungen der Einwendungen allerdings zu einem anderen Ergebnis.

Die geplante Bebauung liege außerhalb des ausgewiesenen Überschwemmungsareals. Bauherren sollten aber dennoch auf entsprechende „präventive Hochwasserschutzmaßnahmen“ hingewiesen werden. Entwarnung kommt auch von der Unteren Wasserbehörde des Märkischen Kreises. Die Hönne sei ausreichend weit entfernt, das geplante Baugebiet bei einem 100-jährigen Hochwasser nicht betroffen. „Es sollten jedoch Sicherungsmaßnahmen an den Häusern eingeplant werden“, ist dort ebenfalls zu lesen.

Ausschuss tagt in Garbecker Schützenhalle

All dies kommt im Ausschuss Umwelt, Stadtentwicklung, Bau zur Sprache, der sich zu seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 8. März, um 18 Uhr in der Garbecker Schützenhalle trifft. Hier soll beschlossen werden, dass der Rat den Bebauungsplanentwurf annehmen und die Verwaltung beauftragen soll, den Bebauungsplan anschließend öffentlich auszulegen.

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