„Bauen wie die Biber“

36 Pfadfinder packen Baustelle am Garbecker Bahnhof an

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Dachdecker sind gefragt, um das Holzhaus wieder fit zu machen für das nächste Jahr. Höhenangst darf kein Pfadfinder haben, der auf dem Dach mitarbeitet.

Garbeck – Viele kleine Baustellen gibt es auf dem 10 000 Quadratmeter großen Gelände am Garbecker Bahnhof. Vielen nehmen sich die Pfadfinder St. Georg aus Hagen in dieser Woche an: Aufräumen im Wald, Rasenpflege, Zäune instandsetzen und den Grillplatz pflastern zum Beispiel.

Die größte – und immer wiederkehrende – Baustelle ist der Turm. „Da fangen wir jedes Jahr aufs Neue an“, sagt Markus Haarmann, Eigentümer des Bahnhofs. Die Pfadfinder kennen die Probleme schon. Schließlich nehmen sie mittlerweile seit 37 Jahren an der Aktion „Bauen wie die Biber“ in der Woche vor Ostern teil, die am Wochenende in Garbeck startete. 

36 Mädchen und Jungen ab 15 Jahren sind es in diesem Jahr, die das Gelände auf Vordermann bringen. „Sie lernen den Umgang mit Werkzeug, vor allem aber auch Gemeinschaft“, erzählte Haarmann. Noch bis Gründonnerstag sind die Jugendlichen vor Ort und arbeiten fleißig. 

Turmrestauratoren: Der Turm ist jedes Jahr eine große Herausforderung bei der Aktionswoche.

Ein Stück weit ist diese Aktion für alle Teilnehmer auch Rückbesinnung und Entschleunigung: Denn: „Hier sind Handys nicht erlaubt, und es gibt es auch kein W-Lan.“ Darauf lassen sich alle gern ein, die sich bei den Arbeitseinsätzen auspowern und dabei von erfahrenen Handwerkern angeleitet werden. 

Denn in den Reihen der Betreuer sind viele Gesellen und Meister für die unterschiedlichen Gewerke – vom Zimmerer bis zum Dachdecker. Belohnt wird jeder Tageseinsatz mit einer gemeinsamen, gemütlichen Runde am Lagerfeuer. Und am Sonntag ruhte die Arbeit natürlich. 

Dafür kamen Ehemalige zu besuch, die früher an der Aktion teilnahmen. „Der Ehemaligentreff ist jedes Mal etwas ganz Besonderes“, sagt Haarmann. „Einige bringen dabei ihre Kinder mit.“ Und diese sind oft die „Biber“ der nächsten Generation. „Hier gibt es immer etwas zu tun“, sagt der Eigentümer und denkt dabei schon ans nächste Jahr. 

Denn der Bahnhof wird vom Verein „Bahnhof Garbeck e.V.“ ganzjährig vermietet, unter anderem für ein Zirkusprojekt, ein Grillwochenende, aber auch für die Erstsemester der Uni aus Essen und Bochum. Und auch die Garbecker Dorfjugend darf sich hier austoben. „Aber bitte den Platz auch sauber halten“, appelliert Markus Haarmann an alle Nutzer. Damit die Pfadfinder 2020 nicht zu viel zu tun bekommen.

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