Bauboom in Balve

Fast die Hälfte aller Neubauten sind in dem Baugebiet Schulstraße/Amselfeld im Ortsteil Garbeck zu verzeichnen.

BALVE ▪ Die Stadt Balve und ihre Ortsteile sind bei Bauherren wieder äußerst beliebt: Nachdem die Zahl der Bauanträge, Bauanzeigen und Bauvoranfragen zwischen 2005 und 2009 stark rückläufig war, und es 2010 wieder leicht bergauf ging, erlebte die Hönnestadt im vergangenen Jahr einen kleinen Bauboom. Von Carla Witt

Insgesamt 140 Anträge sind 2011 bei der Stadt Balve eingegangen. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 waren es 175, 2005 nur noch 122 und 2008 insgesamt 98 Anträge. Mit 85 Anträgen war 2009 der Tiefpunkt erreicht. Reimund Schulte führt diese Entwicklung vor allem auf die Ausweisung des Baugebietes Schulstraße/Amselfeld im Ortsteil Garbeck zurück. „Fast die Hälfter aller Neubauten sind in diesem Baugebiet zu verzeichnen“, sagt Schulte, der bei der Stadt unter anderem für die Themenbereiche Demografie und Statistik zuständig ist. Aus vertragsrechtlichen Gründen habe es relativ lange gedauert, bis das Baugebiet nun vor circa einem Jahr zur Bebauung freigegeben wurde. „Die Leute, die dort bauen wollten, standen schon in den Startlöchern“, beschreibt Schulte. Rund 20 Bauplätze seien dort verfügbar gewesen. „Mittlerweile sind dort aber bereits elf Bauanträge bewilligt und weitere Bauplätze vergeben“, berichtet der Mitarbeiter der Stadt.

Auch im Höveringhausener Baugebiet Zum Krähennocken, dort standen laut Schulte nur zehn Bauplätze zur Verfügung, werde es für Bauwillige mittlerweile eng.

Insgesamt könne man feststellen, dass in Balve momentan aber noch Lückenbebauung möglich sei. Ein weiteres Baugebiet stehe zudem demnächst im Ortsteil Mellen zur Verfügung, erinnert Schulte – und verweist auf die Freifläche hinter dem Dorfteich. Die notwendigen Erschließungsverträge seien mittlerweile abgeschlossen.

Dagegen könnten die Planungen für das Baugebiet Liboriweg vermutlich nicht realisiert werden, sagte Schulte. Und wer am „Schmandsack“, dem Gebiet zwischen Balve und dem Ortsteil Garbeck, bauen wolle, müsse sich noch gedulden. „Diesbezüglich müssen noch politische Beschlüsse gefasst werden“, stellt Reimund Schulte fest.

Doch auch wenn es derzeit wenig freie Bauplätze in der Hönnestadt gebe – Wohnraum steht dennoch zur Verfügung. „Es gibt immer mehr leerstehende Häuser aus den 60er- und 70er-Jahren. Das könnte zukünftig zu einem echten Problem werden“, verweist Schulte auf die demografische Entwicklung.

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