Drei Jahre Mobilität in der Kleinstadt erforschen

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In Langenholthausen begann am Montag das Projekt „Zukunftswerkstatt Mobilität“: Die Akteure wollen Dialog mit Bürgern vor Ort.

Balve – Die Balver sollen ihre Wünsche äußern, wie sie in Zukunft mobil bleiben wollen in der Stadt und in den Ortsteilen. Dafür gibt es eine „Zukunftswerkstatt Mobilität“, für die am Montag in Langenholthausen der Startschuss fiel.

Bürgermeister Hubertus Mühling stellte mit dem Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Jürgen Karthaus für Balve und dessen Pendant aus Menden, Alexander Nickel, sowie dem Projekt-Teamleiter Matthias Thelen und der Koordinatorin für die Projektentwicklung, Alessa Näpel, diese „Werkstatt“ vor. Balve und Menden wollen ihre bereits in den Stadtwerken und in der Vertriebsgesellschaft praktizierte Zusammenarbeit hiermit vertiefen – das Projektbüro liegt in Menden, profitieren sollen aber beide Städte.

Ausgehend von einer repräsentativen Befragung von 15 Balvern über ihre Vorstellungen zur Mobilität sollen im vierten Quartal dieses oder im ersten Quartal des nächsten Jahres Messestände als so genannte „Mobilitätsinseln“ an stark frequentierten Orten in Balve mehrmals im Jahr stehen. „Wir wollen den Dialog und den Austausch vor Ort“, betonte Matthias Thelen. „Hierbei setzen wir nicht auf eine Online-Umfrage.“ Die Balver müssen mobil sein, um über Mobilität im Stadtgebiet mitreden zu können.

Drei Jahre dauert dieses Projekt, das mit 180 000 Euro und damit zu 70 Prozent vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird. Jeweils 15 Prozent beträgt der Eigenanteil von Balve und Menden. Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, weiterer Partner ist das Fraunhofer-Institut. „Jetzt wird die Basisarbeit geleistet“, sagte Bürgermeister Mühling zum Auftakt. „Es werden Wünsche und Vorstellungen der Bürger ermittelt, um danach feststellen zu können, was mit dem öffentlichen Personennahverkehr, dem Bürgerbus, Taxi aber vielleicht auch Car-Sharing bedient werden kann.“

Mit dabei ist das Balver Stadtmarketing, dessen Geschäftsführerin Stephanie Kißmer diesen gesamten neu angestoßenen Entwicklungsprozess als gelungene Plattform ansieht, auf der neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden können. „Es verschwindet nichts von dem, was in drei Jahren zusammengetragen wurde, für immer in der Schublade“, stellte Thelen das weitere Vorgehen vor. „Vielmehr werden wir nach dem Ende dieser Zukunftswerkstatt sehen, was mit welchen Mitteln umgesetzt wird.“

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