Neuer Weihnachtsmarkt-Standort kommt sehr gut an

Ein Date mit dem Christkind hatten diese Kinder beim Balver Weihnachtsmarkt. Was da wohl besprochen wurde?

Balve - „Eine tolle Sache“, „Gut gemacht“ und anderes Lob nahmen am Sonntag die Balver Fachhändler für die Neuausrichtung des Weihnachtsmarktes entgegen. Dabei gefiel das Hüttendorf auf dem IBS-Parkplatz, wo sich am Samstagabend schon die Ersten „auf einen Glühwein“ trafen. Weitläufiger ist jetzt das Gelände, so dass die 18 Hütten gut zur Geltung kamen.

Als Untergrund stellte der Forstbetrieb Müller 40 Kubikmeter Hackschnitzel zur Verfügung. Viele empfanden diese Grundlage als angenehm, schwierig war es allerdings für Nutzer von Rollatoren und Rollstühlen. „Vielleicht wäre weniger doch mehr gewesen“, meinte Tobias Müller zur etwa fünf Zentimeter dicken Schnitzelschicht. Auf anderen Weihnachtsmärkten würde auch anderes Material wie Tannengrün verwendet.

Der Vorsitzende des Fachhandels Rolf Biggemann versprach, die Untergrund-Gestaltung fürs nächste Mal noch einmal zu überdenken. Am Sonntag bemerkte er aber schon: „Der IBS-Parkplatz bietet viel mehr Möglichkeiten, sich auszubreiten. Auch wenn einiges noch ausbaufähig ist, verlief der Auftakt doch sehr gut.“ Eine Wiederholung im nächsten Jahr an diesem Standort sei realistisch.

Die Besucher blieben mehr im Zentrum des Geschehens, das sich nach der ersten Aufführung des Krippenspiels rund um den Drostenplatz bildete. Wenngleich am Samstagabend und Sonntagmorgen der mit Strahlern und Sternen illuminierte, weihnachtlich geschmückte Platz manchen Besuchern als „zu groß“ erschien, so stellte sich später heraus, dass er durchaus „passte“.

Balver Weihnachtsmarkt 2015

Und so genossen die Besucher ihr Bier, Glühwein, Lumumba oder „Milch mit 43er“. Auch die Auswahl an den Hütten war gut gewählt – dicht umlagert war die Grünkohl-Hütte, in der Friedel Harnischmacher 500 Portionen zugunsten der Flüchtlingshilfe zubereitete. Möglich gemacht hatte dies die Firma Jedowski, die auch den Waffelstand der neunten Hauptschulklasse für die Flüchtlingsarbeit ermöglichte.

Voll wurde es erst zur besten Kaffeezeit. Publikumsmagneten waren die Aufführungen der Lebenden Krippe. Diese wurde gedreht und zum Hüttendorf hin geöffnet; die Engel erschienen dieses Mal auf einem Balkon. Für alle Darbietungen gab es viel Beifall. Die Musiker aus Beckum, Langenholthausen und Balve begleiteten das Spiel. „Es ist für jeden etwas dabei“, sagte Bürgermeister Hubertus Mühling. Damit lag er richtig, denn viele zufriedene Gesichter waren zu sehen.

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