Balver wegen zehnfachen Betrugs verurteilt

BALVE/MENDEN ▪ Weil er mehrfach Waren unter falschem Namen bestellt und nicht bezahlt hat, hat das Amtsgericht Menden am Montag einen 38-jährigen Balver zu einer Geldstrafe von 2100 Euro verurteilt.

Der Familienvater und Hausmann hatte in elf Fällen für insgesamt rund 1400 Euro bei Versandhäusern Büromaterial, Werbeartikel, ein Handy und einen Drucker gestellt. Weil ihm bewusst war, dass er die Rechnungen nicht würde bezahlen können, hatte er die Bestellungen unter falschen Namen aufgegeben. Das konnte natürlich nicht gutgehen, und so musste er sich dafür nun vor Gericht verantworten. „Ich weiß auch nicht, was mich da geritten hat“, räumte der 38-Jährige gleich zu Beginn seine Schuld ein – bis auf einen Fall: Da hatte er für knapp 150 Euro Werbeartikel bestellt, aber offenbar nie erhalten. Dieses Verfahren stellte das Amtsgericht gestern auch ein. Für die anderen Vergehen wurde der Balver, der nach eigenen Angaben geplant hatte, sich mit einem Online-Shop für Elektronikartikel selbstständig zu machen, jedoch verurteilt. Bei der Urteilsfindung berücksichtigte der Vorsitzende Richter Jens-Christian Festersen, dass der Angeklagte Reue gezeigt, bei einem seiner Gläubiger seine Schulden inzwischen bezahlt und sich mit einem anderen auf eine Ratenzahlung verständigt hat. In Raten wird der 38-Jährige wohl auch seine Geldstrafe in Höhe von 2100 Euro abstottern. Allerdings nahm er mit sichtbarer Erleichterung auf, dass mit dem Gerichtsurteil nun ein vorläufiger Schlussstrich unter ein dunkles Kapitel seines Lebens gezogen worden ist. „Ich weiß einfach nicht, warum ich das gemacht habe. Ich war nicht ich selbst“, schien er seine Lehren aus dem Geschehenen gezogen zu haben. ▪ vg

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