Balver ein Verkehrsrowdy? So entscheidet das Gericht

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Balve/Unna - „Ich habe einen Schock gekriegt“, erklärte ein Zeuge im Amtsgericht Unna. So etwas, wie am 27. Juli 2017 habe er noch nie erlebt.

Der 44-Jährige berichtete von dem Morgen auf der B1 in Richtung Dortmund. Er sei auf der linken Spur gefahren. Im Rückspiegel habe er einen BMW kommen sehen. Bei etwa 115 km/h habe das Fahrzeug plötzlich rechts überholt, sei dann kurz vor dem Zeugen wieder auf die linke Spur gewechselt und habe den 44-Jährigen bis zum Stillstand ausgebremst. Der Fahrer des BMW habe in die Hände geklatscht und sei weiter gefahren. 

Im Gericht galt es zu klären, ob es sich bei dem Fahrer um den 31 Jahre alten Mann aus Balve handelte, der auf der Anklagebank saß. Der Zeuge berichtete, er habe den BMW bis Dortmund verfolgt, an einer Ampel neben ihm gestanden und sich den Fahrer angesehen. Im Gericht wirkte er nicht mehr so sicher, dass es sich bei dem Balver um den Fahrer handelte. Er gehe davon aus, dass er es war, so der Zeuge. 

Im Tatzeitraum in der Reha?

Der Verteidiger des 31-Jährigen hielt dagegen, dass sein Mandant nicht gefahren sei. Im Tatzeitraum sei er bei einer Reha gewesen. Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft reichte die Beweisaufnahme nicht aus, den Angeklagten als Täter zu identifizieren. Sie forderte daher einen Freispruch. Dem schloss sich der Richter an. „Sollten Sie es gewesen sein, sehen Sie das als Warnung“, wandte sich der Richter noch einmal an den Balver.

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