1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Balve

Balver setzen ein Zeichen gegen den Krieg Russlands

Erstellt:

Von: Julius Kolossa

Kommentare

Kerzen als Friedenslichter entzündeten viele Balver am Samstag nach der Messe vor der St.-Blasius-Kirche, um damit ein Signal gegen den Krieg in der Ukraine zu setzen.
Kerzen als Friedenslichter entzündeten viele Balver am Samstag nach der Messe vor der St.-Blasius-Kirche, um damit ein Signal gegen den Krieg in der Ukraine zu setzen. © Kolossa, Julius

Viele Balver waren am Samstagabend auf dem Platz vor der St.-Blasius-Kirche zusammengekommen. Aus gutem Grund. Denn sie alle wollten ein Zeichen gegen den Krieg Russlands in der Ukraine setzen.

Die vom Katholischen Pastoralverbund Balve-Hönnetal angeregte Aktion, am Samstag auf dem Platz vor der Balver St.-Blasius-Kirche Kerzen als Signal gegen den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine anzuzünden, stieß auf großes Interesse. Es waren etwa 70 Teilnehmer – und damit mehr als bei den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag.

Während vor drei Monaten dabei noch gemahnt wurde, den Frieden zu bewahren, war der Anlass am Samstag schon ein anderer. „Wir zünden Kerzen als Zeichen brennender Sorge um die in der Ukraine getätigten Verbrechen an“, sagte Pastor Christian Naton zu Beginn dieser Friedenslicht-Aktion. „Wir können nicht ahnen, wie groß die Not und das Leid sind, aber wir vertrauen auf Gott, dass sich alles zum Guten wendet.“

Die Hoffnung „ist noch nicht gestorben“

Die Kerzen seien ein Zeichen dafür, so Naton, dass „unser Glaube lebt und unsere Hoffnung noch nicht gestorben ist“. Die Aktion, die Worte Natons und die Geschehnisse in der Ukraine gingen vielen Teilnehmern sehr nahe. So sagte Sandra Falk: „Was in der Ukraine passiert, hat nichts mit Menschlichkeit zu tun. All dieses unfassbare Leid macht sprachlos – und vor allem: Es macht keinen Sinn.“

Als Mutter denke sie vor allem daran, dass gerade in diesem Moment Kinder in der Ukraine in Schutzbunkern ausharren müssten, während auf dem Balver Kirchplatz die Kinder mit ihren Eltern die Kerzen aufstellten. „Es ist so unwirklich – und die Männer werden von ihren Familien getrennt, um ihr Land und seine Freiheit zu verteidigen.“

Aktion kurzfristig organisiert

So dachten auch Denny und Carina Reichmuth, die mit ihren Kindern Linus und Mali ihre Kerze anzündeten. „Unser Licht brennt“, stellten sie ihre Kerze zu den vielen anderen. Auch dieser Balver Familie war es ein Anliegen, sich an dieser Aktion, die der Pastoralverbund nach dem Ausbruch des Krieges kurzfristig organisiert hatte, zu beteiligen.

Pastor Naton sorgte für den Rahmen, indem er sich für die große Beteiligung an dieser kurzen, aber eindrucksvollen Andacht bedankte. „Lassen wir unsere Friedenslichter bis in die Nacht brennen.“

Auch interessant

Kommentare