Balver Schützen kaufen sich frei

BALVE -  Der Vorstand der Balver Schützen war sich bei seiner Zusammenkunft am Donnerstag einig: Die Balver Schützenbruderschaft St. Sebastian wird das „Friedensangebot“ der Iserlohner Gastro annehmen. Gegen die Zahlung von 25 000 Euro wird der Bierlieferant die Lieferrechte frei geben.

„Für beide Seiten ist das ein vernünftiger Kompromiss“, sagte gestern der Vorsitzende der Balver Schützen, Engelbert Prinz von Croy.

In der nächsten Woche soll der Aufhebungsvertrag unterzeichnet werden. Nach über 100 Jahren wird dann während des Schützenfestes in der Hönnestadt und ebenso während der Veranstaltungen in der Balver Höhle kein Iserlohner mehr ausgeschenkt. Die Balver schwenken um auf Veltins. Für diese Biermarke hatten sich die Schützen bereits während der Jahreshauptversammlung im Januar in geheimer Wahl mehrheitlich entschieden. Der noch bis Ende des nächsten Jahres bestehende Bierliefervertrag mit der Iserlohner Gastro GmbH, Eigentümerin ist die Krombacher Brauerei aus Kreuztal, war bereits zum Ende vergangenen Jahres gekündigt worden. Die Iserlohner Gastro pochte darauf hin auf die Einhaltung des bestehenden Vertrages. Den Schützen drohte dabei eine Geldbuße in Höhe von 250 000 Euro. Die Wende im schwelenden Bierstreit gab es dann in dieser Woche: Für eine Abstandszahlung in Höhe von 25 000 Euro können sich die Schützen aus dem Bier-Vertrag freikaufen. Das Geld, so teilte die Brauerei aus Kreuztal mit, soll allerdings in die Region fließen und in zehn kleinere Spenden aufgeteilt werden. Die Bürger sind dabei aufgefordert, Institutionen und Gruppen vorzuschlagen, die sie für unterstützenswert halten (wir berichteten). - sim

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