St. Sebastian: Vorbereitung auf das Jubiläum

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Abstimmung: Die Schützen mussten ihre Wahl treffen. ▪

BALVE ▪ In der Balver Höhle wird jetzt eine neue Biersorte ausgeschenkt – mehrheitlich fiel auf der Jahreshauptversammlung der St. Sebastian-Schützenbruderschaft-Balve die Entscheidung für die Brauerei Veltins aus Grevenstein.

In geheimer Wahl hatten 150 der Teilnehmer für das Bier aus Grevenstein gestimmt, 22 für Krombacher, acht für Warsteiner und sechs für Iserlohner. Es wurden 192 Stimmen abgegeben, es gab drei Enthaltungen und drei ungültige Stimmen. Damit geht eine über 100-jährige Tradition mit der Iserlohner Brauerei zu Ende. Das Thema Gerstensaft hatte im vergangenen Jahr für Diskussionen gesorgt. Martin Terbrüggen, Geschäftsführer der 1633 Mitglieder zählenden Schützenbruderschaft: „Wir wollen in unserer Fünf-Sterne-Höhle auch das passende Bier.“ So fanden im November und Januar Gespräche mit allen vier Brauereien statt, nach denen sich der Vorstand in einer internen Abstimmung mit einer Enthaltung für Veltins entschieden hatte. „Diese Brauerei hat uns das beste Angebot im Mindestverbrauch von 250, 300 und 350 Hektoliter gemacht“, so Terbrüggen. Die Technik und Unterstützung bei Veranstaltungen sei bei allen Anbietern gleich gut gewesen. Der nächste Schritt besteht nun darin, den noch zwei Jahre laufenden Vertrag mit der Iserlohner zu kündigen. Veltins will dabei dem Schützen-Vorstand helfen.

Nach der Klärung der B-Frage steht dem „Festjahr 2013“ nichts mehr im Wege: Das 50-jährige Bestehen der Schießsportgruppe wird am 16. Februar gefeiert, das alljährliche Schützenfest vom 20. bis 22. Juli und das 350-jährige Schützen-Jubiläum im August. Beginn ist mit dem Jungschützenabend am 30. August, der Festakt findet am 31. August im Ratssaal statt. Danach treten unter der neuen Vogelstange alle ehemaligen Könige zum Kaiserschießen an. Engelbert Prinz von Croy, Vorsitzender: „Von diesen wird auch der Hofstaat gebildet.“ Der dritte Schützenfesttag am 1. September beginnt am 1. September mit dem Festhochamt, zelebriert von Weihbischof Matthias König. Weiterer Höhepunkt ist der Festumzug.

Der Vorsitzende – im Amt bestätigt – wies auf die Umsetzung des Rauchverbots hin und gab zu: „Ich weiß allerdings noch nicht so wirklich, wie wir das bewerkstelligen wollen und wer das im Endeffekt kontrollieren will.“ Vorbereitungen auf dem Vorplatz mit ausreichender Überdachung seien getroffen worden. Geld ausgeben werden die Schützen für die endgültige Erschließung des Steinbruchs (veranschlagt wurden 15 000 bis 20 000 Euro), weitere Höhlensicherungsarbeiten (15 000 Euro), eventuell neue Rampen (jeweils 7000 Euro) und eventuell die Umgestaltung des Kassenhauses. Zum dritten Mal in Folge wurde der Antrag an die Stadt Balve gestellt, einen neuen Höhlenvorhang (40 000 Euro) anzuschaffen, an dem sich die Schützenbruderschaft mit der Hälfte der Kosten beteiligen würde. Der Antrag wurde abgelehnt.

Oberst Wilhelm Rademacher gab einen Überblick über die Versammlungen der vier Kompanien, Wolfram Schmitz seinen letzten Kassenbericht nach fast zehnjähriger Amtszeit. Weil er im April als Bundesgeschäftsführer des Sauerländer Schützenbundes gewählt worden war, stellte er nun sein Amt in Balve zur Verfügung. Eingearbeitet darin wurde seit einem Jahr schon Tobias Keil (31) im Beirat.

Nachdem der Controller bei den Vereinigten Sparkassen acht Jahre in der ersten Kompanie als Fähnrich tätig war, rückte er 2012 in den Beirat auf. Als Beisitzer hatte Keil zusammen mit Schmitz die Finanzen des vergangenen Jahres geleitet. Jetzt ist er neuer Kassierer – Wolfram Schmitz bleibt den Schützen im Vermietungsausschuss und nun als neuer Beisitzer erhalten.

Bestätigt wurden die wieder zur Wahl stehenden Beiratsmitglieder Thomas Gödde, Hermann Hering, Dieter Krüdewagen, Peter Oeder und Wolfgang Riecke. Auch Adjutant Andreas Fritz wurde wieder gewählt. Neues Ehrenmitglied ist Klaus Pieper, den „Orden für Verdienste“ gab es für Franz Reck.

Den Orden für 40-jährige Mitgliedschaft erhielten Horst Blomberg, Theo Bösterling jun., Erich Buff, Hubert Cordes, Bernd Dolle, Paul Lehmann, Wilhelm Lindemann jun., Dieter Müer, und Gerd Pröpper. An aktive Mitglieder wurde der Orden für besondere Verdienste verliehen an Detlev Siewers, Engelbert Prinz von Croy und Thomas Griese. Der „Orden für Verdienste“ ging an Andre Friedrich, Simon Junk, Thomas Minge, Ralf Ostmann und Stefan Grote. Das vereinseigene Kreuz für 20-jährige Tätigkeit wurde an Lutz Errulat, Peter Schuhenn und Rüdiger Wieden, der Vereinsorden (15 Jahre) an Rainer Schäfer und Andreas Fritz verliehen. Über den 1. Stern freuten sich Markus Köster, Dennis Jeismann, Dorian Krumrei und Jens Hoppmann; der 2. Stern ziert die Uniform von Benjamin Junk, Norbert Jander und Tobias Runte. ▪ Von Julius Kolossa

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