Balver Regenten stellen die Höhle "auf den Kopf"

Was die Auswahl der Musik angeht, hat der Vorstand der Schützenbruderschaft mit dem Musikverein Lichtringhausen einen Glücksgriff getan.

Balve - „Ich kann gar nicht so viele Punkte auf ein i setzen, wie es der Musikverein Lichtringhausen verdient hat.“ Dieses Kompliment sprach Engelbert Prinz von Croy, der Vorsitzende der St. Sebastian-Schützenbruderschaft, den neuen Festmusikern aus, die sich in den vergangenen Tagen mehr als bewährt hätten.

Von Julius Kolossa

Schon beim ersten Einzug in die Höhle am Samstag strahlte deren musikalischer Leiter Martin Theile über das ganze Gesicht. Diese Begeisterung ging auf seine Musiker über, die sofort einen Draht zum Publikum fanden. „Wir sind happy, dass wir mit dieser Musik die richtige Entscheidung getroffen haben,“ unterstrich der Brudermeister.

Wenn die Besucher um zehn vor zwei Uhr morgens noch dicht gedrängt zur Musik tanzen würden, dann spräche das Bände. Der „Margareten-Marsch“ – besser bekannt als Höhleneinzugsmarsch – sei ein echter Höhepunkt gewesen.

Im Vorfeld hätte Martin Theile sein Orchester im Rahmen von intensiven Proben auf Balve eingestimmt, so der Vorsitzende der Schützen: „Martin ist ein Perfektionist, der viel von sich und anderen erwartet.“

In allen Punkten, von den Festzügen über den Zapfenstreich bis hin zur Tanzmusik, waren die Schützenbrüder mit ihren neuen Musikern mehr als zufrieden: „Wir freuen uns, den Musikverein Lichtringhausen auch 2015 wieder bei unserem Schützenfest als Festmusik begrüßen zu dürfen.“

Eine schöne Idee sei das Verschenken von 500 Freikarten für die Fahrgeschäfte am Sonntag gewesen. Diese „Happy Hour“, zu der die Beiratsmitglieder Oliver Lenk und Wolfgang Riecke die jüngsten Besucher eingeladen hatten, sei auch bei den Eltern sehr gut angekommen.

Fotostrecke: Stefan Grote regiert die Balver Schützen

Stefan Grote regiert die Balver Schützen

Zufrieden konnten die Grünröcke auch mit dem Wetter sein, wobei nicht alle Gäste das hochsommerliche Klima genießen konnten. Einige hatten, insbesondere im Felsendom, akute Kreislaufprobleme. Der Dank des Schützenvorstandes richte sich deshalb an die Aktiven des Malteser Hilfsdienstes, der an allen drei Tagen schnell zur Stelle gewesen sei.

Wenig erfreulich war, dass es ausgerechnet am Montag regnen musste. Nicht nur, dass die Zuschauer beim Vogelschießen schließlich komplett durchnässt waren, aus Sicherheitsgründen beschloss der Vorstand während des Festzuges mit dem neuen Königspaar auf Pferde zu verzichten: „Sicherheit geht vor“, betonte von Croy mit dem Hinweis auf den nassen und rutschigen Asphalt.

Fotostrecke: Schützen feiern in Balve und im Felsendom

Angenehmes Höhlen-Klima

Ein ganz großes Lob sprach der Vorstand beiden Königspaaren aus. Marc Schmoll-Stübecke und Insa Schmoll tragen zwar nicht mehr die Balver Königskette, bleiben aber den Hönnestädtern als Bundesschützenkönigspaar noch weiter erhalten.

Die Regenten Stefan Grote und Michaela Baumeister stünden ihren Vorgängern derweil nicht nach: „Die haben die Höhle auf den Kopf gestellt,“ erklärte der Vorsitzende.

Die neuen Majestäten halfen am Dienstag dennoch bei den Aufräum- und Reinigungsarbeiten im Felsendom. Sie gaben das Lob an ihr Gefolge weiter: „Mit diesem Hofstaat kannst Du Bäume ausreißen.“

Zu einem gelungen Schützenfest gehört natürlich auch, dass die Zahlen stimmen. Diese sollen bei der Abbrechung am Samstag, 30. August, komplett vorliegen. Schon jetzt gab der Vorstand aber bekannt, dass am Samstag 1017 Eintrittskarten verkauft wurden – ein Wert der dem der vergangenen Jahre entspricht. In diesem Zusammenhang bedankte sich der Vorstand bei allen Helfern: Für sie ist am Freitag, 29. August, eine Helferparty in der Höhle geplant.

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