Im Internet ist niemand anonym

Die Schüler der siebten Klassen der Balver Realschule beschäftigen sich mit dem Thema Cybermobbing.

BALVE ▪ Klara hat ihr Handy verloren, darauf gespeichert waren persönliche Fotos von ihr. Der Finder stellte diese ins Internet – damit fing das Mobbing an. Ein guter Freund half dem Mädchen schließlich, sich aus diesem Teufelskreis zu befreien.

Was hier im Film „Netzangriff“ vor den Schülern der Klassen 7 c und d der Städtischen Realschule gezeigt wurde, ist Alltag. Stephan Bischoff und Sonja Schmidt, Klassen- und zugleich Vertrauenslehrer, sind Ansprechpartner auch für dieses Thema.

Stephan Bischoff: „Es kommt in den höheren Jahrgangsstufen vor, dass im Netz über andere hergezogen wird.“ Fälle von Mobbing konnten aber weder er noch seine Kollegin bestätigen: „Wir wollen für dieses Thema sensibilisieren.“ Nachdem die Mädchen und Jungen in der 6. Klasse über „Gefahren im Internet“ aufgeklärt wurden, stand nun ein Film zum Thema Cybermobbing auf dem Stundenplan. Die vorgesehene Lesung mit Annette Weber musste wegen des Wetters auf den Januar verschoben werden. So fand sich kurzfristig Andrea Henze vom Jugendamt des Märkischen Kreises, bereit, den „Netzangriff“ zu starten.

Gebannt verfolgten die Schüler das Geschehen des Films. Die Intention: Anonym ist niemand im Internet, alles, was zum „Profil“ eines Nutzers gehört, kann gegen ihn verwendet werden. All dies wurde nachvollziehbar von den Schauspielern dargestellt.

„Die Gefahren für sich und andere sind leider immer ein aktuelles Thema“, sagte dazu Sonja Schmidt. Auch den Balver Mädchen und Jungen war das Thema bekannt, am Ende des Films hielten sie Tipps für Klara bereit: „Auf das Handy aufpassen, Bilder sichern oder erst nicht dort speichern, und sofort Hilfe bei Lehrern, Eltern oder der Polizei holen.“

Spielerisch endete der Vormittag für die Realschüler, denn mit einem Quiz rund um das Thema Medien wurden die beiden Schulstunden, die im Kursraum der VHS stattgefunden haben, abgerundet. - Julius Kolossa

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