Lerntage in Balve

Realschüler kreieren den perfekten Snack

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Die Siebtklässler (links) entwickeln während der Lerntage der Realschule gesunde Snacks.

Balve – Franz ist voll und ganz zufrieden mit seinem gebatikten Shirt. Die Farben sind gut verlaufen: „Es sieht toll aus“, sagt der Sechstklässler der Realschule Balve über sein Werk.

Franz hat alle Hände voll zu tun am Mittwoch, denn zuvor hatte er schon aus Flaschen und Dosen Stiftehalter, Tischmülleimer und Blumentöpfe gebastelt. 

„Wir sind mitten in den Lerntagen“, sagte Schulleiterin Nina Fröhling. Obwohl natürlich jeder Schultag ein „Lerntag“ sei, würden alljährlich die ersten Tage nach dem Zwischenzeugnis unter dieses spezielle Motto gestellt. Intensiv beschäftigen sich dann alle Jahrgänge der städtischen Realschule mit verschiedenen Themen. 

Fahrt ins Feriendorf Hachen

Die 5. Klassen lernen Gemeinschaft im Ferien- und Sportdorf in Hachen, die 6. Klassen sind sehr kreativ. Sie basteln, stellen Neues aus Altem als „Upcycling“ her, mischen aber auch Salben und Lippenbalsam an. Hierbei sind auch die Jungen ganz bei der Sache, wenn sie die Zutaten zusammenmischen und anschließend auf Temperatur bringen müssen – Kosmetik ist eben nicht nur Mädchensache. 

Die Schüler der Jahrgangsstufe sechs beschäftigten mit dem Batiken von Shirts.

Es wiederholen sich aber auch Themen. „In den siebten Jahrgängen informiert die Drogenberatungsstelle“, hat Nina Fröhling wieder dafür gesorgt, dass Aufklärungsarbeit geleistet wird. „Das ist uns jedes Jahr aufs Neue wichtig.“ Aber auch Unterhaltung – besser: Wissensvermittlung – steht für die Siebener auf dem Stundenplan, wenn sich ein anderer Teil von ihnen mit dem Markt im Mittelalter beschäftigt. 

Namen geben und Preise berechnen

Und wieder für andere geht es in die neu installierte Schulküche. Hier entwerfen sie, wie ihre Mitschüler aus den anderen Jahrgängen, gesunde Brötchen, deren Zutaten von der Goldbäckerei Grote gesponsert werden. „Die Schüler müssen ihren Snacks einen Namen geben, zudem den Preis dafür berechnen“, stellte Grote-Mitarbeiterin Adelgunde Buchheister das Konzept vor. Von Rührei, Schinken, Käse, Konfitüre, Tomaten und auch Gurken auf einem Weizenbrötchen, Vollkornbrötchen oder aber einem Baguette ist alles möglich. Die Mädchen und Jungen geben sich Mühe, den perfekten Snack zu entwerfen. Sie tun es für sich, aber auch dafür, mit „ihrem“ Brötchen auf der Speisekarte der Bäckerei zu landen. Adelgunde Buchheister: „Dieses Brötchen muss was Besonderes sein.“ 

Derweil haben die älteren Schüler mehr Stress: in den 8. Jahrgängen finden die Berufsorientierungstage statt, die 9. Jahrgänge erhalten Sachkunde in Erster Hilfe, aber auch Bewerbungstraining. Und in den 10. Klassen steht die Vorbereitung auf die zentralen Prüfungen an.

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