Balver Polizei warnt vor dubiosen Gewinnbriefen

Polizeioberkommissar Franz-Josef Griese warnt vor dubiosen Gewinnmitteilungen.

BALVE ▪ Die Polizei in Balve warnt vor Briefen der angeblich im niedersächsischen Bethen ansässigen Finanzdienstleistung Jensen - Weise - Feldhaus, die in den letzten Tagen zahlreiche Balver Haushalte erreicht haben dürften. Darin wird dazu aufgefordert wird, ein Guthaben auf einem so genannten Travelkonto einzulösen.

Angeblich will die Bürogemeinschaft einen Betrag von etwa 1000 Euro aus einer Geschäftsabwicklung unter anderem der Firma Gewinnzentrale für Verbraucher erstritten haben. Um diesen Betrag einzulösen, sollen die Empfänger der Briefe persönlich in einer „Zweigstelle in der Nähe von Balve“ erscheinen. „Da steht nirgendwo, dass man das Geld auch tatsächlich erhält“, sagt der Balver Polizeioberkommissar Franz-Josef Griese, der selbst ein solches Schreiben erhalten hat. Er ist überzeugt: „Hierbei handelt es sich um eine nicht ungeschickte Masche für eine Verkaufsfahrt.“ Im Internet beispielsweise werde massiv vor diesem Unternehmen gewarnt. Griese kann sich vorstellen, dass auch viele andere Balver angeschrieben worden sind und befürchtet, dass insbesondere ältere Empfänger auf die dubiose Gewinnmitteilung hereinfallen könnten. Deshalb rät er dringend davon ab, dieses Angebot anzunehmen.

Wer der Offerte, die laut Schreiben „ein wunderschönes Rahmenprogramm mit einem kostenlosen Frühstück“ sowie einen warmen Imbiss beinhaltet jedoch nicht widerstehen kann, dem rät der Frankfurter Online-Verbraucherschutz „Nicht abzocken e.V.“ dringend, ein Handy mitzunehmen, um notfalls die zuständige Polizei verständigen zu können. Auch soll man sich bei solchen Fahrten grundsätzlich nicht bedrängen lassen und sich gegebenenfalls mit anderen Teilnehmern verständigen. Pfiffig ist auch, was ein anderer Gegner dubioser Verkaufsveranstaltungen rät: „Schicken Sie die Anmeldekarte ohne Porto ab – mit dem Vermerk ‚Ich melde mich/uns von der Verkaufsanstaltung ab.‘ Das ist vollkommen legal.“ ▪ vg

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