Balver Politiker haben Angst um die Schulen

Wie Balves Kinder in Zukunft lernen, erscheint angesichts der aktuellen Entwicklung ziemlich offen.

BALVE ▪ Die Pläne der Nachbarstadt Neuenrade, die dortige Hauptschule in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln, haben die Balver Kommunalpolitiker aufgeschreckt. Sie fürchten um die Realschule, die derzeit 222 Schüler aus Neuenrade besuchen, aber auch um die Hauptschule, an der augenblicklich 22 Schüler aus der Nachbarstadt lernen.

Am Mittwochabend diskutierte der Stadtrat darüber, welche Konsequenzen Balve aus der Entwicklung zu ziehen habe. Balve werde von Neuenrade unter Zugzwang gesetzt, meinte Helga Rath (CDU), die sich aber dagegen aussprach, deshalb schon zum nächsten Schuljahr ebenfalls am Schulsystem etwas zu ändern. Überhaupt war die CDU-Fraktion der Auffassung, dass eine Abkehr vom bewährten Balver Schulsystem wohl überlegt sein müsse.

Heinrich Stüeken warnte allerdings davor, die Hände zu lange in den Schoß zu legen. Er konnte sich sogar eine Kooperation mit Neuenrade vorstellen, bei der nach dem sechsten Schuljahr die Hauptschüler in Neuenrade und die Realschüler in Balve unterrichtet werden. So könne Balve sogar noch die notwendigen Investitionen ins Hauptschulgebäude sparen.

Cay Schmidt (SPD) sorgte sich darum, dass die Stadt Balve eine Chance verpasse. „Eine Gemeinschaftsschule muss nicht die Zerschlagung des vorhandenen Schulsystems bedeuten, man kann sie auch als Chance sehen“, sagte er und brachte sogar die Möglichkeit ins Gespräch, dann in Balve eine gymnasiale Oberstufe anbieten zu können.

Das Thema wird die Balver Politiker noch einige Zeit beschäftigen. Am Donnerstagabend ließ sich die CDU von ihrem Landtagsabgeordneten Klaus Kaiser über schulpolitische Entwicklungen informieren ▪ vg

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