Pfarrheim: Blockheizkraftwerk und neues Raumkonzept

Am Festhochamt nahmen alle Geistlichen des Pastoralverbundes teil sowie die Fahnenabordnungen der Vereine und der Männerchor 1874 Balve. Die Sänger unter der Leitung vom Alexander Jedowski gestalteten die Messfeier mit. - Foto: Kolossa

Balve -  Gerne hätte das Team, das am Dienstag das Patronatsfest vorbereitet hat, auch die Balver im Pfarrheim gesehen, die nicht den beteiligten Gruppen und Vereinen angehören. Doch bei dieser Veranstaltung, die sich dem Hochamt anschloss, waren die Beteiligten beinahe unter sich. Weniger Besucher als in den Vorjahren waren in den Pfarrsaal gekommen. So entging vielen die Wette von Pfarrer Andreas Schulte.

Er wettete, dass bei der Eröffnung der Ausstellung „Könige“ am Samstag, 7. März, um 11.30 Uhr in der Kirche keine 30 Besucher teilnehmen, deren Nachname König lautet. Sollte der Geistliche verlieren, will er im Schützen-Festzug direkt hinter dem König marschieren.

Und auch die Informationen von Martin Gruschka, dem geschäftsführenden Vorsitzenden des Balver Kirchenvorstand, zur Zukunft des Pfarrheims erreichte nur wenige Teilnehmer. Die Startphase für den Architektenwettbewerb sei am 15. Januar eröffnet worden, bis zum 14. April hätten die Büros aus Neheim, Arnsberg, Recklinghausen, Neuenrade, Bochum, Münster, Bald Salzuflen und Menden nun Zeit, ihre Vorschläge einzureichen. Alles sei bei diesen Vorschlägen möglich, betonte Martin Gruschka. Abriss und Neubau, aber vielleicht auch eine grundlegende energetische Sanierung. Was die Kosten angeht, muss eine Obergrenze von einer Million Euro eingehalten werden. Das Erzbistum Paderborn bezuschusse die Baumaßnahme zu mehr als 60 Prozent. Zudem dürfe die Murmke nicht überbaut werden, und die Bruchsteinmauer um die Kirche sowie die Sichtachse auf die Kirche müssten erhalten bleibe. Die Ölheizung solle durch ein Blockheizkraft ersetzt werden.

Es werde sich einiges am Raumkonzept ändern, sagte Gruschka. Bisher betrage die gesamte Fläche im Obergeschoss 250 Quadratmeter; zukünftig würden es 60 Quadratmeter weniger sein. Der große Saal solle 110 Quadratmetern groß werden, zwei anliegende Räume jeweils 40 Quadratmeter. Alle sollen miteinander kombinierbar sein.

Umgestaltet werden soll auch der Bereich des Zentralen Pfarrbüros. Nicht angetastet werde das alte Küsterhaus, erklärte Gruschka.

Die erste Entscheidung über die eingereichten Vorschläge solle am 7. Mai gefällt werden. Ein Mitglied des Kirchenvorstandes und Pfarrer Andreas Schulte gehören mit zum Entscheidungsgremium, dass den ersten Platz mit 5000 Euro, den zweiten mit 3000 Euro und den dritten mit 2000 Euro honorieren werde. „Der Kirchenvorstand entscheidet dann, welcher Vorschlag umgesetzt wird. Das muss nicht der erste oder zweite Platz sein,“ so Gruschka. Relevant sei, welche Idee am sinnvollsten sei.

Im Sommer werde der Kirchenvorstand mitteilen, welches Konzept in die Tat umgesetzt werden soll. Baubeginn soll im Herbst 2016 sein, die Fertigstellung sei für Sommer 2017 vorgesehen.

Das Festhochamt in der St. Blasius-Kirche, dass zuvor stattgefunden hatte, war der Abschluss des Tages der Ewigen Anbetung. Begonnen hatte dieser am Morgen mit einer Wort-Gottes-Feier der Balver Grundschule. Es folgten eine heilige Messe im Altenpflegeheim und eine Andacht des Kindergartens St. Blasius. Um die Mittagszeit wurden die Betstunden eröffnet, die von der Rosenkranzgesellschaft und der Caritas, der Katholischen Frauengemeinschaft und dem Malteser Hilfsdienst gestaltet wurden. Am Nachmittag fand die Anbetungszeit statt, gestaltet von der Kolpingfamilie Balve. Jedem Teilnehmer einer der Veranstaltungen wurde der traditionelle Blasius-Segen gespendet.

Von Julius Kolossa

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