Balver CDU muss einen neuen Fraktionsvorsitzenden wählen

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Der Fraktionsvorsitzende der Balver Christdemokraten, Andreas Giesen, will sein Amt nach nur einem Jahr aus persönlichen Gründen niederlegen.

Balve -  Andreas Giesen, der Fraktionsvorsitzende der Balver Christdemokraten, will sein Amt aus persönlichen Gründen niederlegen. Die Suche nach einem Nachfolger hat bereits begonnen.

„Andreas Giesen hat uns am Montag während der Fraktionssitzung über seine Entscheidung informiert,“ berichtet Alexander Schulte, Pressesprecher der Balver CDU. Niemand habe mit dieser Nachricht gerechnet. „Deshalb müssen wir zunächst in Ruhe überlegen, wie wir uns personell neu aufstellen,“ sagte Schulte.

Erste Sondierungsgespräche mit möglichen Kandidaten hätten bereits stattgefunden. „Aber wir haben noch nicht alle Gespräche geführt“, räumte der CDU-Pressesprecher ein. Es gelte genau hinzuschauen, wer die nötige Erfahrung mitbringe, um den Fraktionsvorsitz auszuüben. „Wir müssen und werden eine Lösung finden“, versprach Alexander Schulte. Im Rahmen der Klausurtagung, die für den 17. und 18. November geplant ist, solle der neue Vorsitzende dann gewählt werden.

Spekulationen, dass der ehemalige Vorsitzende Theodor Willmes seinen Hut erneut in den Ring werfen könne, wies der Pressesprecher zurück: „Theodor Willmes ist für die CDU sehr wichtig. Er verfügt über unheimlich viel Sachverstand. Aber er sieht sich selbst nicht mehr in der ersten Reihe.“ Willmes kann in wenigen Tagen seinen 69. Geburtstag feiern.

Der 54-jährige Andreas Giesen hatte den Fraktionsvorsitz erst im November des vergangenen Jahres übernommen. Zuvor hatte Johannes Schulte fünf Jahre an der Fraktionsspitze gestanden. Er war zurückgetreten, nachdem es aus seiner Sicht zu Unstimmigkeiten in Zusammenhang mit der Landtags-Kandidatur des Melleners Marco Voge gekommen war.

Im Gespräch mit der Redaktion unterstrich Andreas Giesen gestern, dass es keinerlei Unstimmigkeiten mit CDU-Fraktionskollegen gegeben habe: „Es sind ausschließlich persönliche Gründe, die mich zu diesem Schritt veranlasst haben.“ Er werde demnächst auch weiterhin in der Partei mitarbeiten, kündigte der scheidendende Vorsitzende an. Abschließend stellte er fest: „Mir hat das Jahr an der Spitze der CDU-Fraktion viel Spaß gemacht.“

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