„Corona verdirbt uns die Laune“

Malteser können neues Begegnungs- und Schulungszentrum nicht nutzen

„Herzlich willkommen“ hieß es im Dezember, als die Balver Malteser um Markus Ickler (rechts) das neue Begegnungs- und Schulungszentrum vorstellten. Genutzt werden konnte die Einrichtung im Sauerlandcampus seitdem allerdings noch nicht. Die Corona-Pandemie verhindert dies.
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„Herzlich willkommen“ hieß es im Dezember, als die Balver Malteser um Markus Ickler (rechts) das neue Begegnungs- und Schulungszentrum vorstellten. Genutzt werden konnte die Einrichtung im Sauerlandcampus seitdem allerdings noch nicht. Die Corona-Pandemie verhindert dies.

Die Corona-Pandemie trifft auch die Aktiven des Malteser Hilfsdienstes (MHD) in Balve hart. Noch im Dezember hatten sie voller Stolz ihr neu geschaffenes Begegnungs- und Schulungszentrum im Gesundheitscampus an der Sauerlandstraße präsentiert, doch eine Einweihungsfeier war bislang nicht möglich.

Bis auf einige wenige Mitglieder in Führungspositionen darf das neue Domizil momentan nicht genutzt werden.

„Corona verdirbt uns die Laune“, sagt deshalb auch Markus Ickler, der MHD-Ortsbeauftragte für Balve. Denn es sei nicht nur so, dass das Miteinander, die Treffen und die Gemeinsamkeiten fehlen, dieses Virus macht sich auch in der Buchhaltung der Ortsgruppe bemerkbar: „Wir haben keine Einnahmen, weil wir bisher nur wenige Erste-Hilfe-Kurse und sozialpflegerische Ausbildungen durchführen konnten, außerdem finden keine Sanitätsdienste bei Großveranstaltungen statt. Denn alle Events fallen ja aus“, sagt Ickler.

Neue Fördermitglieder durch Werbeaktion

Diesen Mindereinnahmen stünden nach dem Umzug aber Ausgaben für die Sicherstellung des Brandschutzes im neuen Begegnungs- und Schulungszentrum gegenüber. Deshalb soll in diesem Jahr wieder eine Werbeaktion stattfinden. Die Malteser wollen dabei in Balve von Tür zu Tür gehen und für eine Fördermitgliedschaft in ihrer Organisation werben. „Diese Aktion bringt uns ins Gespräch und sorgt hoffentlich für weitere finanzielle Unterstützung“, sagt Markus Ickler. Er hofft, dass so wieder frisches Geld in die Ortsgruppenkasse kommt. Denn Großveranstaltungen blieben sicherlich noch längere Zeit unmöglich. Das gelte auch für Übungen und sonstige Treffen der Malteser. Damit gelte es sich abzufinden.

„Unsere zwölf Jugendlichen sind aber nach wie vor dabei“, betont er, dass der Nachwuchs dem MHD die Treue halte. Die jungen Malteser waren zuletzt erfolgreich bei der Jerusalema-Challenge auf Diözesanebene des Erzbistums Paderborns. Die Balver stellten ihr eigenes Tanzvideo zu dem Song zusammen und sicherten sich damit den ersten Platz. Als Lohn gab es einen Gutschein im Wert von 170 Euro für den Klettergarten im Outdoorzentrum Sorpesee, der eingelöst werden soll, sobald die Pandemie-Lage dies wieder zulässt. „Ansonsten haben die Jugendlichen wenig Spaß an digitalen Möglichkeiten wie Online-Treffen, weil sie diese schon täglich in der Schule haben“, sagt MHD-Geschäftsführer Raimund Neuhaus und ergänzt: „Wir müssen nach wie vor aushalten.“

16 Mitglieder helfen im Corona-Testzentrum

Neben der Einweihung des neuen Zentrums mussten die Malteser auch ihre Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen verschieben. Zumindest einen Lichtblick in dieser an Veranstaltungen armen Zeit gibt es für den 1961 gegründeten Balver Ortsverband aber: 16 Mitglieder sind im Corona-Testzentrum in der Hauptschule am Krumpaul als Helfer eingebunden.

Und auch Raimund Neuhaus kann Positives berichten: In den vergangenen Wochen sind fünf neue Mitglieder eingetreten, und bereits beim Menüservice, im Testzentrum und beim Aufbau eines Internet-Seniorentreffs tätig geworden. Deshalb sieht Neuhaus den MHD trotz Corona insgesamt „weiterhin gut aufgestellt“. „Es wird aber dennoch Zeit, dass endlich Leben in unser Begegnungs- und Schulungszentrum kommt“, hofft Neuhaus auf eine baldige Besserung der Pandemielage.

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