Balver kehrt zu seinen religiösen Wurzeln zurück

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Dr. Klaus-Werner Raab wurde 1968 in Balve konfirmiert und ist heute Reverend einer Gemeinde im US-Bundesstaat Iowa. ▪

BALVE ▪ Für zwei Tage ist Dr. Klaus-Werner Raab am Wochenende wieder zu seinen religiösen Wurzeln zurückgekehrt. In der Evangelischen Gemeinde gestaltete er mit Pfarrer Christian Marcus Weber den Gottesdienst mit Abendmahlfeier, und kam beim anschließenden Kirchenkaffee mit den Gemeindegliedern ins Gespräch.

Klaus-Werner Raab ist heute Pastor einer lutherischen Gemeinde in der Stadt Hornick im US-Bundesstaat Iowa, hat einen Teil seiner Jugend aber in Balve verbracht, wo er auch konfirmiert wurde. So war die Gottesdienstfeier am Sonntag, die der Gemischt-stimmige Chor Balve begleitete, für ihn gewissermaßen auch eine Zeitreise. In seiner Predigt legte Reverend Raab seinen Konfirmationsspruch, den Psalm 122,1 – auch als Wallfahrtspsalm bekannt – aus.

Mit Balve verbindet Klaus-Werner Raab nicht nur, dass er hier am 25. Dezember 1952 getauft wurde. Am 24. April 1968 wurde er hier auch konfirmiert, ehe er später mit seinen Eltern nach Toronto auswanderte. Heute lebt der gebürtige Erkelenzer, der seine ersten Lebensjahre am Baumberg verbrachte, in Iowa, wo er die St. John Lutheran Church leitet. Hier hat Raab die Funktion eines Reverends inne, die vergleichbar ist mit einem Gemeindepastor. 130 Mitglieder groß ist seine Gemeinde, für die er neben den sonntäglichen Gottesdiensten auch andere Veranstaltungen durchführt. „Für mich steht die Verkündigung Jesu Christi im Mittelpunkt meines Lebens“, beschreibt Raab seine Arbeit. „Jesus ist für uns gestorben, und das, was er uns als Frohe Botschaft hinterlassen hat, das gebe ich weiter.“

Auch dafür absolvierte Raab ein Aufbaustudium in Jena, das er in Iowa mit der Promotion über Lutherische Beerdigungspredigten des 16. und 17. Jahrhunderts als Doktor der Theologie abschloss. Gerne genoss er den Aufenthalt in Balve, wo er alte Erinnerungen wieder auffrischte, neue Anregungen für seine Arbeit in den USA mitnahm, aber auch sein Wissen und seine Erfahrungen für die Gemeindearbeit in unserer Region weitergab. Das kirchliche Leben in den USA unterscheidet sich nämlich stark von dem in Europa. In den Staaten machen beispielsweise religiöse Gruppen der unterschiedlichsten Ausrichtungen mit Plakaten auf sich und ihre Versammlungshäuser aufmerksam. Reverend Raab sieht jedoch auch Gemeinsamkeiten und sagt: „Jede christliche Kirche verkündet Christus.“ Und sich gegen die anderen zu behaupten, sieht er als Herausforderung an, in der er durch seinen Glauben gestärkt ist.

Von Balve aus fuhr Raab am Sonntagabend nach Menden, um eine Tante zu besuchen. Danach verbringt er noch weitere drei Wochen in Deutschland, wo er in verschiedenen Kirchen predigen wird. ▪ JK

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