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Balver Hausärzte fahren Impfangebot zurück: Das ist der Grund

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Von: Markus Wilczek

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Das Impfangebot am Krumpaul in Balve wird ab Februar reduziert.
Das Impfangebot am Krumpaul in Balve wird ab Februar reduziert. © Patrick Pleul / dpa

Die Balver Hausarztpraxen fahren ihr Corona-Impfangebot im Impfzentrum im Hauptschulgebäude am Krumpaul ab Anfang Februar zurück.

Der Grund dafür sei eine stark zurückgegangene Impfnachfrage, teilten Dr. Paul Stüeken und Dr. Gregor Schmitz für die heimischen Praxen mit.

Seit Beginn der Impfaktion Mitte November wurden am Krumpaul mehr als 8250 Corona-Schutzimpfungen verabreicht. „Sehr viele Balver, aber auch Bürger aus benachbarten Städten, haben bereits die Chance genutzt, sich gegen Corona impfen zu lassen“, heißt es in der gemeinsamen Mitteilung. Durch die große Zahl an verabreichten Impfungen sei die Nachfrage derzeit stark rückläufig. Deshalb würden die Impf-Zeiten ab Februar der Nachfrage angepasst. Impfungen im Hauptschulgebäude werden dann noch dienstags und donnerstags jeweils zwischen 17 und 19 Uhr angeboten.

Impftermine online vereinbaren

Interessierte können die Impftermine weiterhin online unter der Adresse www.terminland.eu/aerzteteam etwa 14 Tage im Voraus buchen.

„Sollte die Nachfrage nach Impfungen wieder deutlich zunehmen, werden die Zeiten kurzfristig ausgeweitet“, so Dr. Schmitz und Dr. Stüeken. Aktuell stehe wieder deutlich mehr Comirnaty-Impfstoff von Biontech zur Verfügung, sodass auch mehr mit diesem Vakzin geimpft werden können.

Eindringlicher Impf-Appell der Mediziner

Alle, die bislang nicht geimpft sind oder noch keine Boosterimpfung erhalten haben, bitten die beiden Hausärzte eindringlich, dies jetzt nachzuholen. „Dies ist derzeit die einzige Möglichkeit sich zu schützen und die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Auch wenn eine Impfung nicht sicher vor einer Ansteckung schützt, schützt sie aber vor einem schweren Krankheitsverlauf“, so Dr. Schmitz und Dr. Stüeken.

Insbesondere diejenigen, die eine Einmalimpfung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson erhalten haben, sollten sich möglichst kurzfristig eine zweite Impfung mit einem mRNA-Impfstoff und nach weiteren drei Monaten eine Boosterimpfung geben lassen. „Denn die Schutzwirkung einer einmaligen Impfung ist bei diesem Impfstoff leider völlig unzureichend“, meinen die Balver Mediziner.

Alle Personen ab zwölf Jahren können geimpft werden

Allgemein gilt: Alle Personen ab zwölf Jahren sollen drei Monate nach der zweiten Impfung eine Boosterimpfung erhalten. Personen, bei denen nach einer Impfserie mit zwei Impfungen ein Covid-Nachweis erfolgte, sollen ebenfalls etwa Monate später eine Boosterimpfung erhalten.

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