Guido Grevener speckt nach Lungenembolie 80 Kilo ab, der WDR ist mit der Kamera dabei

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Guido Grevener und WDR-Mitarbeiterin Solveig Flörke im Gespräch über das Format „Menschen hautnah“. Ende dieses Monats soll die Folge über Grevener ausgestrahlt werden. 

Garbeck - Guido Grevener macht Fernsehen: Der 50-jährige Garbecker ist Thema in „Menschen hautnah“ am Donnerstag, 30. August, um 22.45 Uhr im WDR.

„Ich wollte in diesem Jahr Schützenkönig werden“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung, an dem auch die WDR-Mitarbeiterin Solveig Flörke aus Balve teilnahm. Das ist zunächst einmal typisch Sauerland – Guido Grevener aber setzte noch einen drauf: Er wollte dafür mindestens 80 Kilogramm abnehmen. 

„217 Kilogramm brachte ich 2015 auf die Waage“, erinnert er sich. Eine Lungenembolie war es seinerzeit, die ihn zum Umdenken brachte: „Es muss sich was ändern.“ 

Das Leben in vollen Zügen genossen

Bis dahin hat er gut gelebt und das Leben in vollen Zügen genossen. So gut, dass er in Garbeck und darüber hinaus bald auch als „Kosmos“ bekannt war. Doch während des Krankenhausaufenthalts vor drei Jahren war für ihn Schluss mit lustig. Mit diesem Gewicht und mit den damit verbundenen Einschränkungen konnte und wollte er nicht weiter leben. „2018 wirst du 50“, hatte er sich motiviert. „Da willst du fit durchs Dorf gehen, wenn du König bist.“ Davon hörte Solveig Flörke, die als Autorin und Reporterin für den WDR arbeitet. „Guido passt vom Typ sehr gut zu ,Menschen hautnah’“, haben sie und ihre Kollegen herausgefunden. „Er hat eine gute Ausstrahlung.“ 

18 Drehtage seit Februar 2017 

Von Februar 2017 bis Juli dieses Jahres fanden 18 Drehtage statt. Jeweils vier Stunden lief dabei die Kamera, und dies sowohl zu Hause mit seiner Frau Birgit, als auch in der Selbsthilfegruppe, am Arbeitsplatz, beim Sport und natürlich beim Schützenfest. 

„Ich bin manchmal schon sehr nahe an ihn herangekommen“, sagte Solveig Flörke. „Da ist es mir schwergefallen, die Privatsphäre mit dem Sendekonzept in Einklang zu bringen.“ 

Für Guido Grevener war dies kein Problem, stand er doch voll und ganz dahinter. „Ich will“, sagte er zu seinem Ziel, „andere ermutigen, sich an mir ein Beispiel zu nehmen.“ Das bedeutete auch: „Niemals aufgeben oder stehen bleiben, denn es gibt immer einen Weg.“ 

Rückschlag im Mai 2017 

Der Garbecker weiß, wovon er spricht, denn während der Dreharbeiten musste er einige Rückschläge hinnehmen. Als er im Mai 2017 schon auf 162 Kilogramm herunter war, musste er ins Krankenhaus; der Meniskus im rechten Knie war kaputt. Danach war nur noch wenig mit Sport möglich – und im November 2017 musste dann das linke Knie behandelt werden. 

„Es ist einfach, bei Erfolgen über sich zu erzählen“, sagte er dazu. „Aber es gab die Rückschläge, und auch darüber rede ich.“ Dies auch mit Handyvideos. 

Seine Pläne, noch weiter abzunehmen, gingen nach den Operationen nicht so auf, wie gewollt. „Die Kamera war eine gute Motivation, immer weiter zu machen“, erinnert er sich. Wichtig ist ihm aber auch, das sehr gute Vertrauensverhältnis mit Solveig Flörke zu betonen. „Ohne Vertrauen wäre dies alles nicht möglich gewesen.“ Beide Seiten haben sich besser kennengelernt, wozu auch gehörte, Solveig Flörke zu ihren zwei in dieser Zeit geborenen Töchtern zu gratulieren.

"Es hat Spaß gemacht"

"Es hat Spaß gemacht“, sagen beide. „Es war aber auch eine Herausforderung.“ Dieser haben sich alle gestellt, und sind auf das Ergebnis gespannt. Dass ganz Garbeck dafür vor dem Fernseher sitzt, davon ist auszugehen. „Es ist aber keine Dokumentation über Garbeck“, dämpft die Reporterin viele Erwartungen, die das Dorf und das Schützenfest in epischer Länge sehen möchten. „Wir stellen Guido vor.“ Dieser hatte viele Fans auf seiner Seite, als das Fernsehen im vergangenen und auch in diesem Jahr beim Schützenfest mit dabei war, und das damit verbundene Format von „Menschen hautnah“ erklärte. 

Grevener sieht „Menschen hautnah“ erwartungsvoll entgegen, und dem mit dieser Sendung verbundenen Motto: „Du musst immer wieder kämpfen, du musst immer wieder aufstehen.“

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